OT: SubSpace – Eine Ausstellung von Cover-Designer Alexander Preuss

(ez) – Unter dem Titel „SubSpace“ entführt Mark-Brandis-Coverdesigner Alexander Preuss vom 16. bis zum 18. März in digitale und analoge „Space & Fantasy“-Welten. Zu sehen sind seine Bilder im „L__rzeichen“, Viktoriastraße 10, in Aachen. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 16. März, um 20 Uhr. Bis Sonntag, 18. März, 15 Uhr, können die Besucher der Ausstellung auch mit dem Künstler selbst ins Gespräch kommen. Neben vielen eher abstrakteren Werken bekommen die Besucher auch die Covermotive zu sehen, die der 37-Jährige aus Aachen seit „Verrat auf der Venus“ für die Mark-Brandis-Reihe entworfen hat.

 

Experimente

„Zu sehen sind viele meiner Experimente, weniger die klassischen Covermotive“, erklärt Alexander Preuss im Telefon-Interview. „Auf den Bildern sind schon Formen zu erkennen, aber sie sind viel abstrakter als die Cover und sollen den Betrachter zum Nachdenken bringen.“ Die Motive bieten viel Raum für Interpretationen.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Titelmotiv der „SubSpace“-Ausstellung. Oben rechts ist vage die Form eines Raumschiffes zu erahnen. In der linken Bildhälfte sind weitere Formen und Kreise zu erkennen, die ein Plattform sein könnten. Das alles ist in ein flirrendes grünliches Farbenmeer getaucht. „Ich bewege mich zwar schon auf der Science-Fiction-Ebene, aber nähere mich dem Thema künstlerischer, als bei meinen bekannteren Bildern.“

Dies ist das Titelmotiv der Alexander-Preuss-Ausstellung "SubSpace". Im Gegensatz zu seinen Covermotiven sind die Bilder der Ausstellung abstrakter und bieten Raum zur Interpretation.

Dies ist das Titelmotiv der Alexander-Preuss-Ausstellung "SubSpace". Im Gegensatz zu seinen Covermotiven sind die Bilder der Ausstellung abstrakter und bieten Raum zur Interpretation.

 

Das Titelmotiv der Ausstellung entstand – wie Alexander Preuss verrät – ursprünglich für einen Comic, den er entwickeln möchte. „Die Idee dahinter ist eine Welt, die sich zwischen den Dimensionen befindet und die sich aus diesem Grund auch nicht so leicht fassen lässt.“ Eine der Inspirationsquellen ist beispielsweise das flirrende Farbenmeer, in dem die Tricktechniker in der SF-Serie „Spacecenter Babylon 5“ den Hyperraum darstellen, durch den die Raumschiffe fliegen, wenn sie große galaktische Entfernungen zurücklegen müssen. Die „zwischen-den-Dimensionen“-Idee findet sich auch im Titel der Ausstellung – „SubSpace“ – wieder. Die Mark-Brandis-Motive werden während der Ausstellung durch einen Projektor an die Wand geworfen.

 

Atmosphärische Klänge von Sebastian Schwarm

Für eine passende „spacige“ Atmosphäre der Ausstellung sorgt DJ Sebastian Schwarm, der den Raum in sphärische Klänge taucht. Alexander Preuss: „Ich habe den Musiker über andere Veranstaltungen des ,Leerzeichen‘ kennen gelernt. Kürzlich hat er dort bei einer Lesung gespielt.“ Dort habe Schwarm ihm dann eine Demo-CD mitgegeben, die er als sehr interessant empfunden habe. „Das passte zu meiner Ausstellung.“

 

Der Weg zur Ausstellung 

Der Kontakt zu den „L__rzeichen“-Organisatoren Bianca und Robert Sukrow sei über einen Freund entstanden, verrät Alexander Preuss. „Ich hörte, dass sie Ausstellungen machen und fragte an, ob sie auch Raum für digitale Künste böten.“  Erfahrungen hatten die Sukrows damit zwar bislang noch nicht, ließen sich aber darauf ein.

„Das wird nun tatsächlich meine erste private Ausstellung sein“, freut sich Preuss. Auf der Dortmunder Science-Fiction-Convention „Dort.con“ sei er im vergangenen Jahr ja eher mit den klassischen Motiven präsent gewesen, die man schon lange von ihm kenne. Zum „Dort.con“ hatte er auch das Plakatmotiv gestaltet.

 

Ein klassisches Alexander-Preuss-Motiv: Das Plakat zum "Dort.con" im Jahr 2011.

Ein klassisches Alexander-Preuss-Motiv: Das Plakat zum "Dort.con" im Jahr 2011.

 

Zur Ausstellung SubSpace lasse er seine Bilder großformatig ausdrucken. „Das werden schon richtige Drucke“, verspricht er. „Die Rahmen für die Bilder mache ich selber, dadurch entstehen dann richtige Unikate.“

 

Der Verein  „Leerzeichen“/„L__rzeichen“

„Leerzeichen“ ist ein Verein, der sich gegründet hat, um die Subkultur in Aachen zu fördern. „Wir organisieren die Veranstaltungen, die uns in Aachen noch fehlen“, schreibt der Verein. Zu den Veranstaltungen gehören „Ausstellungen mit (Nachwuchs)Künstlern aller Sparten, medien- und kulturübergreifende Experimente, Lesungen und gemütliche Zusammenkünfte“. Das Vereinswohnzimmer in der Viktoriastraße 10, eben besagtes „Leerzeichen“, biete „40 Quadratmeter Raum für Bildendes, Skurriles, Klassisches Beschauliches und Gewöhnungsbedürftiges“.

 

Die Vernissage 

Die Vernissage der Ausstellung „SubSpace“ im Aachener „L__rzeichen“, Viktoriastraße 10, ist am Freitag, 16. März, um 20 Uhr. Die Ausstellung ist dann am Samstag, 17. März, von 18 bis 22 Uhr geöffnet und ein weiteres Mal am Sonntag, 18. März, von 11 bis 15 Uhr. Am Freitag und Samstag macht Electromusiker und DJ Sebastian Schwarm die Expedition durch die digitalen Landschaften zu einem „synästhetischen“ Erlebnis, schreiben die „L__rzeichen“-Betreiber.

 

Gar nicht utopisch! Zu sehen sind auf der Ausstellung auch Motive, die auf den ersten Blick gar nicht als Bilder von Alex Preuss zu erkennen sind.

Gar nicht utopisch! Zu sehen sind auf der Ausstellung auch Motive, die auf den ersten Blick gar nicht als Bilder von Alex Preuss zu erkennen sind.

 

Unser nächster Making-Of-Beitrag zum neuen Mark-Brandis-Hörspiel „Sirius-Patrouille“ beschäftigt sich mit der Musik von Jochim C. Redeker. Der Beitrag geht am Mittwoch, 21. März, abends online.

Kategorie(n): Alles, OT

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