OT: Die Mächte im Verborgenen – Berühmte Verschwörungs-Legenden

(ez) – Warum ist Präsident Bähler wirklich gestorben? Worauf ist Direktor Narayan gestoßen, und wer hat ihn getötet? Diese Fragen lässt die „Raumkadett“-Hörspielfolge „Tatort Astronautenschule“ bewusst unbeantwortet. Im Hintergrund agieren Mächte, die sich noch nicht zu erkennen geben. -Dass Verschwörungen nicht nur in erfundenen Geschichten ein beliebtes Thema sind, zeigen Legenden, die sich seit vielen Jahren auch um reale Ereignisse ranken. Die Mondlandung hat nie stattgefunden, John F. Kennedy ist Opfer eines Komplotts geworden, es gibt längst eine geheime Weltregierung, die das Schicksal der Menschheit bestimmt, die Anschläge vom 11. September 2001 waren das Produkt amerikanischer Hintermänner, die von einem Krieg profitieren… In unserem heutigen Beitrag geht es um genau diese Verschwörungs-Legenden.


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Wer hat John F. Kennedy ermordet?
Seit am 22. November 1963 US-Präsident John F. Kennedy in Dallas von tödlichen Kugeln getroffen wurde, hält sich die Meinung, das Lee Harvey Oswald kein Einzeltäter gewesen ist. Das Buch Wie geschah es wirklich?, 1990 beim Verlag Das Beste in Stuttgart erschienen, ist eines der Werke, die den Ereignissen nachgehen. Laut „Wie geschah es wirklich?“ gab Oswald bei seiner Verhaftung in einem Kino an, „er sei unschuldig und solle bloß für andere den Kopf hinhalten“. War er nur der Sündenbock? Diese These scheint eine Aussage von Carlos Marcello, Mafiaboss von New Orleans, zu untermauern, die dieser schon im Herbst 1962 vor Zeugen gemacht haben soll. Damals habe er, so das Buch, den Tod Kennedys vorhergesagt. „Ich werde einen Idioten als Sündenbock ansetzen. Das ist eine sizilianische Methode.“ („Wie geschah es wirklich?“).

Gegen die Mafia führte damals JFKs Bruder, Justizminister Robert Kennedy, einen gnadenlosen Feldzug. Carlos Marcello war „von Robert Kennedy aus den USA ausgewiesen und in Handschellen ins Flugzeug gesetzt worden. Er kam zurück und schwor Rache.“ („Wie geschah es wirklich?“).

Wer hat Kennedy wirklich ermordet? Ein Blick auf ein Porträt in dem Buch "Wie geschah es wirklich?" (Foto: Eric Zerm)

Wer hat Kennedy wirklich ermordet? Ein Blick auf ein Porträt in dem Buch „Wie geschah es wirklich?“ (Foto: Eric Zerm)

Dass es zumindest noch einen zweiten Schützen gegeben haben könnte, wurde durch die Untersuchung des Protokolltonbands einer Motorradeskorte Ende der 1970er Jahre für möglich gehalten. Akustikwissenschaftler entdeckten auf dem Band einige Geräusche, die Schüssen glichen. Nach einem Tonexperiment am Tatort im Dallas konnten „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (…) auf dem Band vier Schüsse“ identifiziert werden. Die Experten „konnten auch feststellen, aus welcher Richtung diese Schüsse gekommen waren. Drei waren von hinten oben abgegeben worden, wahrscheinlich aus dem oberen Fenster des Lagerhauses, in dem sich Oswald aufgehalten hatte. Einer, der vierte, wurde in unmittelbarer Nähe von rechts vorne abgegeben. Dort befand sich ein großer, von einem Holzzaun eingefasster Parkplatz mit einer Baumgruppe in der Ecke.“ Viele Menschen hatten laut „Wie geschah es wirklich?“ diesen Knall auch gehört, hatten Mündungsfeuer und Rauch gesehen, „(e)in Polizist und eine Lehrerin waren sogar einem Mann nachgelaufen, der von dem Parkplatz zu seinem Auto gerannt und mit diesem dann geflohen war“.

 

Eine geheime Weltregierung
Der spanische Journalist Daniel Estulin geht in seinem 2007 beim Kopp-Verlag in Rottenburg veröffentlichten Buch „Die wahre Geschichte der Bilderberger“ der Möglichkeit einer geheimen Weltregierung auf den Grund. Das Buch in einer Zusammenfassung: „Im Jahr 1954 trafen sich die weltweit mächtigsten Männer zum ersten Mal unter der Schirmherrschaft der holländischen Krone und der Rockefeller-Familie im Luxushotel ,Bilderberg‘ in dem kleinen holländischen Städtchen Oosterbeck. Ein ganzes Wochenende lang diskutierten sie über die Zukunft der Welt. Im Anschluss daran beschlossen sie, sich jedes Jahr einmal zu treffen, um Ideen auszutauschen und internationale Angelegenheiten zu erörtern. (…) Seitdem treffen sie sich jedes Jahr im Geheimen in einem anderen Luxushotel und bestimmen das Schicksal der Menschheit.“

Mitglieder des Bilderberg-Clubs waren und sind laut Daniel Estulin zum Beispiel Präsidenten des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Bundesbank, Vorsitzende der 100 mächtigsten Unternehmen der Welt, die Direktoren von CIA und FBI, Generalsekretäre der NATO, Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, US-Senatoren und Kongressmitglieder und auch europäische Ministerpräsidenten sowie Chefredakteure und Vorstandsvorsitzende der führenden Zeitungen der Welt.

Wie mächtig dieser internationale Club ist, verdeutlicht das Buch unter anderem mit mehreren Besuchern solcher Treffen, die nach diesem Besuch viel Macht gewonnen haben. So sei Bill Clinton, nachdem er 1991 das Bilderberg-Treffen besucht hatte, von der Demokratischen Partei als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Ab 1992 war er US-Präsident. „George Robertson besuchte das Bilderberg-Treffen des Jahres 1998 und wurde im August 1999 zum Generalsekretär der NATO ernannt.“ („Die wahre Geschichte der Bilderberger“, Daniel Estulin, Kopp-Verlag, Rottenburg 2007).

Laut Estulin greifen die Bilderberger auch in die auswärtigen Angelegenheiten souveräner Staaten ein. So sollen sie zum Beispiel bei ihrem Treffen 1973 dafür gesorgt haben, den Ölpreis radikal anzuheben. „Der Preissprung um 350 Prozent sollte wirtschaftliche Chaos in den Vereinigten Staaten und Westeuropa erzeugen, um die durchhängenden Einkommen der Ölgesellschaften wieder hochzufahren.“ Laut Geschichtsschreibung waren der Nahost-Krieg 1973 und der Beschluss der arabischen Erdölausfuhrländer, das Öl zu verknappen, die Gründe für die Krise.

 

Was geschah am 11. September 2001?
Weitere Legenden ranken sich um die verheerenden Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001. Der Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Andreas von Rétyi stellt in seinem Buch „Denn sie wussten zu viel…“, 2008 beim Kopp-Verlag erschienen, die These auf, dass die entführten Linienflugzeuge ferngesteuert auf ihre Ziele gelenkt worden seien. Die Technologie dazu habe der „Raytheon“-Konzern, einer der „größten US-Produzenten wirkungsvoller und teils utopisch anmutender Waffensysteme, schon Jahre zuvor entwickelt und in der „Global Hawk“-Drohne schon im Frühjahr 2001 erfolgreich getestet.

Die Anschläge vom 11. September 2001 sind Thema vieler Bücher, wie hier in "Denn sie wussten zu viel..." (Foto: Eric Zerm)

Die Anschläge vom 11. September 2001 sind Thema vieler Bücher, wie hier in „Denn sie wussten zu viel…“ (Foto: Eric Zerm)

Wie von Rétyi anführt „konnten die halsbrecherischen letzten Kursänderungen und Sinkflüge der Terrormaschinen nach Ansicht von Fachleuten nicht einmal von erfahrenen Piloten ausgeführt werden, geschweige denn von Entführern, die zuvor lediglich auf Kleinflugzeugen und im Simulator trainiert hatten. Bezeichnend und besonders augenfällig ist die radikale 270-Grad-Kehre von Flug 77, dessen Entführer Hani Hanjour nach einem extremen Sturzflug in Idealkurve auf das Pentagon zuraste, die Boeing 757 dabei auf ihrer letzten Wegstrecke knapp vor dem riesigen Verteidigungsministerium in die Horizontale brachte, um sie noch einmal kräftig zu beschleunigen und mitten in die soeben renovierte, fast menschenleere Flanke ,Wedge One‘ zu jagen“. („Denn sie wussten zu viel…“, Andreas von Rétyi, Kopp, Rottenburg 2008).

Dass sich Linienmaschinen ferngesteuert starten, fliegen und landen lassen, habe, so der Autor, schon der Crashtest mit einer ferngelenkten Boeing 720 am 1. Dezember 1984 gezeigt. Zwischen Juni und September 2001 habe „Raytheon“  zusammen mit der US-Luftwaffe in New Mexico ein „GPS-Landeleitsystem für Militärflugzeuge“ getestet, und am 25. August 2001 sei eine FedEx-Express-Boeing 727-200 „gänzlich ferngesteuert mittels einer ,Raytheon‘-Bodenstation gelandet. („Denn sie wussten zu viel…“).

Solche Lenksysteme wurden, so von Rétyi, unter anderem an Bord von Hercules C-130-Frachtmaschinen installiert. Laut Buch berichteten Zeugen, dass sie eine solche Hercules C-130 in der Nähe von zwei Unglücksorten des 11. September 2001 gesehen hätten; im Luftraum nahe dem Pentagon und eine knappe halbe Stunde später in der Region von Shanksville, Pennsylvania, wo die vierte Maschine, Flug 93, abstürzte.

Zu den Motiven sagt von Rétyi folgendes: Es gab „eine Menge an Profiteuren jener enormen Terroranschläge, und zwar auf US-amerikanischer Seite. Darunter natürlich auch Rüstungskonzerne wie ,Raytheon‘ und ,Carlyle‘ und zahlreiche andere, deren Aktien im Wortsinne mächtig stiegen“. („Denn sie wussten zu viel…“).

 

In unserem Beitrag am Sonntag, 5. Oktober 2014, beschäftigen wir uns mit einer der berühmtesten Legenden der Neuzeit, mit dem angeblichen UFO-Absturz bei Roswell, New Mexico, im Juli 1947. Der Artikel erscheint abends auf unserem Blog.

Kategorie(n): Alles, Hintergrund, OT

2 Antworten auf OT: Die Mächte im Verborgenen – Berühmte Verschwörungs-Legenden

  1. Bedauerlich, dass man Verschwörungstheoretikern und ihren wirren Theorien hier eine Plattform bietet. Der Kopp-Verlag ist ja für seine Bücher zu absurden Themen bekannt. Einerseits landeten die USA nie auf dem Mond, andererseits verfügen sie über Maschinen, mit denen sich das Wetter kontrollieren lässt und sogar Erdbeben (wie auf Haiti) erzeugen lassen… Man sollte auch noch anmerken, dass sich viele 9/11-Verschwörungstheoretiker aus rechtsradikalen, anti-semitischen Kreisen rekrutieren. Und die Behauptung, dass am 11.9.2001 leere, ferngesteuerte Flugzeuge in das WTC krachten und die vorherigen Anrufe von Passagieren bei ihren Verwandten gefaked waren, ist einfach nur ekelhaft.

  2. Hallo Knut,
    vielen Dank für Deine Anmerkung. Wer sich weiter in die Thematik von Verschwörungs-Legenden vertieft, wird sogar noch viel verdrehtere Szenarien finden. „Akte X“ ist nichts dagegen. Auf jeden Fall sind aber Menschen – je größer und bedeutender ein Ereignis ist – von Verschwörungs-Szenarien fasziniert, ob sie sie nun für glaubwürdig befinden, oder nicht. Ich denke, da bildet sich am besten jeder seine eigene Meinung. Die oben thematisierten Legenden sind nur ein paar Beispiele für Verschwörungs-Szenarien.