Weltraumschrott — passiert was?

Ein Kongress in Köln befasst sich derzeit mit der Frage der Verantwortung des Menschen für den erdnahen Weltraum. Dabei geht es um das Eigentumsrecht am Mond, um Verkehrsregeln im All und um die dräuende Gefahr des Weltraummülls.

Wer erinnert sich noch an „Raumposition Oberon„?

HARRIS
Zwei Felder Splitter von zwischen 2 und 6 Millionen Teilchen zwischen 1 und 200 Zentimetern Durchmesser, beschleunigt auf etwa 50.000 Stundenkilometer. Die Splitterfelder bewegen sich in diesen Spuren hier wie zwei gigantische Schrotschusswolken um die Erde. In acht Stunden fünf Minuten kreuzt Wolke A die Umlaufbahn der TERRANORM 3, in elf Stunden einunddreißig Minuten wird Wolke B auf das Weltraumkloster stoßen. Die Einschläge werden beide Stationen durchsieben und zum Absturz bringen.
BRANDIS
Und all die großen Vorhaben zum Schutz vor Weltraumschrott?
HARRIS
Waren immer nur Gerede. Dazu war immer zuwenig Zeit und Ressourcen, weil es ja eine Aufräumaktion ist. Die kostet, aber bringt nichts ein. Jetzt ist großes Geschrei.


Wenn man die (virtuellen) Zeitungen aufschlägt, wird immer wieder erkennbar, dass die spannendsten Fragen nicht in Abenteuerhörspielen wie unserer MARK BRANDIS-Serie stattfinden, sondern im wahren Leben von echten Menschen durchlebt und durchlitten werden — auch in der Zukunft.

Professor Stephan Hobe vom Institut für Luft- und Weltraumrecht der Uni Köln, das die Tagung ausrichtet, sagt: „Das All wird irgendwann so verschmutzt sein, dass die Raumfahrt gefährdet ist, dass auch Kommunikationssatelliten nicht mehr zum Einsatz kommen können.“ Trotzdem sei die Einsicht der Staaten noch gering, denn: „Es würden hohe Kosten im Milliarden-Bereich anfallen.“ Das Problem sei, dass es keine verbindliche Vorschrift gebe, die zur Müllbeseitigung verpflichte. (Quelle: DIE ZEIT)

Werden wir als Menschen in naher Zukunft vielleicht für Jahrhunderte eingesperrt auf der Erde bleiben, weil wir diese Frage nicht lösen konnten?

Kategorie(n): Alles, Hintergrund

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