Hörspiellobby (Lukes Meinung) (19. März 2009)
[...] Was könnte ich über diese Serie noch viel schreiben das ich nicht bereits schon geschrieben hätte?
Auch wenn diese Folge anfangs recht ruhig und eher depressiv daher kommt, ändert sich dies jedoch schnell nachdem die Raumstation entdeckt wurde. Erneut ist die Mischung aus Action und weiterführender Geschichte sehr ausgewogen und zu keiner Zeit kommt auch nur ein Hauch von Langeweile auf.

Wenn die Delta VII sich ins Gefecht stürzt, ist man als Zuhörer genau so intensiv dabei, wie man sich in der Gedankenwelt von Mark Brandis frei bewegen kann. Was den Charakter Brandis so von den anderen Weltraumabenteurern unterscheidet sind dessen ständige Selbstzweifel. Er ist nicht der moralisch perfekte Supermann und seine Crew hat auch die ein oder andere „Leiche“ im Keller zu liegen. Doch gerade das macht die ganzen Rollen glaubwürdig und nachvollziehbar. Dieser Partisanenkampf ist „möglich“ und eine Zukunft in dieser Art eher wahrscheinlich als viele andere Utopien es sind.

Michael Lott liefert wieder einen sehr intensiven und realistischen Brandis ab. Und auch der Rest des Sprecherensembles weiß genau was er da tut und wen er da belebt. Martin Wehrmann (Stroganow), Holger Umbreit (Monnier), Rasmus Borowski (Ibaka) und der Rest des sechsundzwanzigköpfigen Cast beleben jeden einzelnen Charakter glaubwürdig und überzeugend. Kein Charakter hört sich anders an oder variiert in der Sprechweise. Hier liefert die Regie wieder eine gewohnt gute Arbeit ab.
Musik und Soundeffekte sind wie immer Kinobombast und so passend, dass sich Mark Brandis erneut wie ein innerer Kinofilm vor der Augenleinwand abspielt.

Fazit: Die Serie hält das qualitativ sehr hohe Niveau, mit dem schon mit der ersten Folge begonnen wurde. Auch die ruhigeren Momente sind so eindringlich inszeniert das man keinerlei Spannungsabfall der fortschreitenden Geschichte in ihnen bemerkt. So bleibt auch zum vierten Mal nur zu sagen: Top Sprecher, geniale Inszenierung, einfühlsamer Soundtrack und ein rundes Gesamtbild das man so nur sehr selten präsentiert bekommt..

...deshalb die Wertung: 5 Sterne von 5 Sternen

Daniel Merk

WDR 5 (Service Hörbuch) (16. März 2009), vgl. Radiobeitrag
[...] Produziert werden die CDs von INTERPLANAR, einem Zwei-Mann-Team: Balthasar von Weymarn, im Hauptberuf Drehbuchautor fürs Fernsehen, und Jochim Redeker, einem Tonmeister und Sounddesigner. Die beiden bringen professionelles Knowhow ein, aber auch die Begeisterungsfähigkeit von Fans: die Inszenierung ist bis ins letzte ausgetüftelt, hier haben sich zwei Perfektionisten von der Kette gelassen. [...] Skript und Technik sind auf Hochglanz poliert – schade nur, dass die Leistungen der Sprecher nicht immer mithalten können. Gewiss, Michael Lott ist in der Titelrolle des Mark Brandis absolut überzeugend. Der Theaterschauspieler und Synchronsprecher ist in Wirklichkeit klein und knuffig, doch den Weltraumkommandanten gibt er mit stählerner Reibeisenstimme. In den Nebenrollen sind indes mehrere Schauspieler, die auf diesem Niveau nicht folgen können. Schlecht sind ihre Darbietungen nicht, aber in ihrem technischen Repertoire klingen sie bisweilen limitiert. Was allerdings nur selten auffällt, weil die düstere Geschichte effektvoll die Aufmerksamkeit der Hörer bindet.

Atmosphärisch kann dieses Hörspiel mit jeder millionenschweren Hollywoodproduktion mithalten. An Bord des Raumschiffes wummern leise die Maschinen, es klingt nach Weltraum-U-Boot, nach Enge, düsteren Ecken, alten Rohren und Klaustrophobie. Besonders beeindruckend: wie der Sound schattengleich jeder Bewegung der Handlung folgt. Jede kleinste Überraschung, neue Gefühle, unerwartete Begegnungen - jedes noch so kleine dramaturgische Ereignis ist in die perfekte Choreografie von Geräuschen und Musik eingebettet. Die Soundatmosphäre umschmiegt die Handlung wie die Haut einen Körper.

Daniel Blum

hörBücher-Magazin (April/Mai 2009)
[...] Nichts Neues aus dem All: "Mark Brandis" bleibt eine der besten Hörspielserien der vergangenen Jahre. Die akustische Umsetzung -- hervorragende Sprecher, tolle Geräuschkulisse und der nach wie vor beeindruckende Soundtrack -- ist erstklassig. Die Geschichte selbst ist geradlinig erzählt, recht spannend, aber leider auch schon zu oft in ähnlicher Form bei "Commander Perkins" gehört oder bei "Star Trek" und Co. gesehen, um aus dem Hocker zu beamen.

Der Bürgertrieb (sic!) tobt nach wie vor. Tief im Sonnensystem trifft die Besatzung der Delta VII auf eine Horde feindseliger Kunstmenschen, so genannte HF (Homo Factus), geklonte Duplikate eines Menschen und das Werk von General Smith. Mark Brandis gelingt es, einen Kampfverband zu zerstören und kostbare Fracht in seinen Besitz zu bringen: getrocknete Gehirnmasse (sic!) für weitere HF. Als Lt. Ibaka erfährt, dass seine Frau getötet wurde, verliert er die Nerven und wird schwer verwundet. Kurz vor seinem Tod hat er die Idee, die Gehirnmasse mit seiner eigenen zu verunreinigen und die Produktion der HF zu sabotieren...

Gesamtnote: 4,2 von 6 CDs
dabei: Umsetzung 5 von 6 / Inhalt 3 von 6 / Ausstattung 3 von 6

Christian Bärmann

FFM-Rock (19. März 2009):
Mit „Aufstand der Roboter“ schließt hier der storytechnische Inhalt um den „Bürgerkriegszyklus“ ab. Was sofort von Beginn an sofort wieder auffällt ist der ungemein plastische „Klang“ über den Mark Brandis verfügt. Aus wenig schafft man hier ungemein viel an glaubwürdiger, fast greifbarer vollkommen reeller Atmosphäre. Mittendrin statt nur dabei. Ein Vorzug, den Mark Brandis bereits seit Anbeginn besitzt. Selbiges gilt für den tollen epischen Soundtrack. Ein weiteres dickes Plus ist die starke Story, die über ein hohes Maß an Abwechslung und inhaltlicher Tiefe verfügt. Zünftige Raumschlachten, Hauptdarsteller mit Profil und Charakter und eine wahrhaft lebendige Welt im Jahre 2121 sorgen auch mit dem vierten Teil für ungetrübten Hörgenuss. Überzeugend durch die Bank auch wieder die Sprecherriege, die mit tollen Leistungen glänzen. In diesem Genre ein must have.

Fazit: Die  Konkurrenz meilenweit hinter sich lassend, ist Mark Brandis wirklich absolut jeden Cent wert. 79minütige Kaufempfehlung mit dem dringenden Tipp, zu guten Kopfhörern zu greifen und einfach nur zu genießen.

Martin Bothmann

Hoerspieltipps.net (27. März 2009):
[...] Mit dem vorliegenden vierten Teil schließt man den ersten Zyklus ab und tatsächlich erweist sich diese Produktion als ein würdiges Ende. Es werden nochmals alle Register gezogen - das gilt sowohl für die Geschichte selbst, als auch für deren Umsetzung. Nach den bisherigen drei Folgen dürften die Erwartungen sehr hoch sein, doch ich bin mir sicher, dass "Aufstand der Roboter" diesbezüglich niemanden enttäuschen wird.

Nikolai von Michalewsky überzeugt auch hier wieder mit einer soliden Story, die sich durch eine inhaltliche Tiefe auszeichnet, die in diesem Genre eher seltener anzutreffen ist. Auch wenn hier dieser Punkt vielleicht nicht ganz den Stellenwert hat, wie noch in der vorherigen Folge, ist man auch hier noch meilenweit davon entfernt, nur ein standardisiertes Weltraumabenteuer serviert zu bekommen. Aber - keine Angst - auch diejenigen, die lieber den Hörfokus auf die SF-Elemente im engeren Sinne legen, kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Die Folge bietet, wie sich es für ein solches Finale gehört, auch ordentliche Actionanteile.
Dem kommt auch die Umsetzung entgegen. Wer die Reihe bisher verfolgt hat, weiß, was das Team von Interplanar diesbezüglich zu leisten im Stande ist. Das fängt bei einer gut durchdachten, nachvollziehbaren Soundkulisse an, die nicht mehr Klischees als nötig bedient. Dabei hält man sich allerdings nicht vornehm zurück, sondern bringt schon gehörigen Dampf und Atmosphäre in diese Produktion ein. Diesen Punkt unterstützt natürlich auch die sehr passende Musikuntermalung, die wirklich sehr detailliert an der Handlung entlang eingesetzt wird.
Aufgrund dieser exzellenten Mischung wird "Mark Brandis" meines Erachtens hier derzeit von keiner anderen Produktion in diesem Genre erreicht.

Auch bei den Sprechern zeigt sich ein ähnliches gutes Bild. Michael Lott ist hier natürlich im Fokus. Er ist ein perfekter Brandis und gibt der Figur genau die Ecken und Kanten, die den nicht ganz einfachen Charakter ausmachen. Auch der Rest des Ensembles kann sich hören lassen: Gestandene Schauspieler, aber auch -  in kleineren Nebenrollen - einige bekannte Namen aus der Hörspielszene. Dass man aus dieser Bandbreite dann doch so ein homogenes Ensemble schmieden kann, zeigt, dass die Regie hier auch diesbezüglich erstklassige Arbeit geleistet hat.

Fazit: Mal wieder exzellente Hörspielunterhaltung, die insbesondere aufgrund der guten Geschichte auch diejenigen überzeugen kann, die das Genre ansonsten eher etwas abschreckt.
Wer ein Faible für SF hat, der kann ohnehin an dieser Reihe nicht vorbei. Auch wenn der Veröffentlichungsrhythmus von zwei Folgen pro Jahr den Fans arg zu schaffen macht: die Hörspiele, die dabei herauskommen, sind jede Minute des Wartens wert.

Hoerspielhoelle.de (31. März 2009):
[...] Der vierteilige Zyklus endet mit einem Knalleffekt, mehr möchte ich aber nicht verraten. Trotz einer üppigen Spielzeit von ca. 80 Minuten kommt hier nicht mal ansatzweise Langeweile auf, dafür sorgen die Abenteuer von Mark Brandis und seiner Crew schon. Spannend, rasant, packend und actionreich, mitreißender kann derartige Unterhaltung eigentlich nicht mehr sein. Hier wird auch noch zusätzlich eine regelrechte Gefühlsachterbahn geboten, und es gibt auch ein paar Szenen, die bei der Hörerschaft eine Gänsehaut erzeugen. Ein wirklich mehr als würdiger Abschluss des Zyklus und SF auf allerhöchstem Niveau und sowohl vom Inhalt, als auch von der Bearbeitung her absolut überzeugend.

Die Sprecherperformances sind wie aus einem Guss, rundum gelungen und einfach stark. Da merkt man deutlich, dass sowohl die Regie in Form von Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn Spaß an der Arbeit hatte und auch die Sprecherinnen und Sprecher voll und ganz bei der Sache waren. Michael Lott ist in der Titelrolle sehr engagiert und seine Stimme einfach mitreißend, da möchte man am liebsten aufspringen und gemeinsam mit Mark Brandis in den Kampf ziehen. Doch nicht nur Lott sorgt für ein hohes Niveau, das gilt logischerweise auch wieder für den Rest der Stammbesetzung und zieht sich durch bis in die kleinste Rolle. Mit großen Namen wird auch nicht gerade gegeizt, so dass wir hier in den Genuss von Auftritten von Gernot Endemann, Christian Rode, Gerhart Hinze, Achim Schülke, Wolf Frass, Rainer Schmitt, Rasmus Borowski und weiteren kommen. Lediglich Kleinigkeiten könnte man bemängeln, z.B. die Aussprache mancher Namen (das bestes Beispiel dürfte wohl O´Hara sein), die nicht immer ganz korrekt rüberkommt, das war es dann aber auch schon, und es handelt sich dabei auch nur den berühmten Tropfen auf dem heißen Stein.

Der Sound ist satt und pompös, so wie es sich für eine derartige Serie gehört und man hat das Gefühl, dass in jeder Folge immer noch einer draufgesetzt wird. Hier hat Jochim-C. Redeker pures Hörgold abgeliefert, anders kann man das nicht bezeichnen und dieser Eindruck wird vom beeindruckend inszenierten Aufstand der Roboter nochmal deutlichst untermauert. Musiken, Geräusche, das gesamte Sounddesign, einfach top!

Fazit: Die vierte Folge gefällt mir um einiges besser als die vorherige, und sie stellt einen grandiosen Abschluss zu diesem starken Zyklus dar. Wer pompöse, epische Science Fiction sucht, der muss unbedingt zu den Abenteuer von Mark Brandis greifen, da führt einfach kein Weg dran vorbei!

Patrick Holtheuer

Hoernews (4. April 2009):
[...] Erneut werden wir Hörer mitten in die Handlung geworfen. Die Verwirrtheit hält aber nur kurz an, und das Zurechtfinden in der finsteren Zukunftsvision der Serie gelingt. Diesmal stößt Mark Brandis auf Roboter, die aufgehalten werden müssen. Der Titelheld kommt dabei nicht so einfach davon, wie etwa Perry Rhodan, auch diesmal müssen Verluste weggesteckt und um enge Freunde gebangt werden…

Die Handlung gibt eigentlich nicht ganz soviel her. Durch die gute Besetzung und einer nach wie vor perfekten Kinoatmosphäre macht es aber Spaß, der vierten Folge zu lauschen. Wie schon erwähnt ist auch gerade die finstere und natürliche Art der Serie das, was ihren Reiz ausmacht. Die Helden sind nicht nur schwarz, oder nur weiß, sondern wirklich menschlich. Die Rollen werden durch ihre Sprecher gut getragen und alle klingen lebensecht. Nichts und niemand klingt zu aufgetragen, wenngleich die hohe Stimme der Roboter etwas an den Nerven zerren kann. Musik und Effekte ergeben einen wunderbaren Klangteppich, den es nur selten gibt. Die Lautstärke stimmt und so unterstützen beide Elemente die Dialoge, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen. 10 Kapitel sind für einen leichten Wiedereinstieg allerdings etwas mager, vor allem weil es Tracks von bis zu 14 Minuten gibt. Sehr positiv ist aber, dass das recht lange Intro auch übersprungen werden kann, um gleich mit der Handlung weiter zumachen, so hat der Kunde die freie Wahl.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung. Die Handlung ist recht mager, aber wird so temporeich und liebevoll inszeniert, dass Spannung aufkommt, ob man will oder nicht. Mark Brandis bleibt – vor allem aufgrund der recht düsteren Art – ein Geheimtipp für alle SF-Fans!

Detlef Kurtz

Hoerspieleportal (7. April 2009):
Ein Jahr in der Leere des Weltraums. Die Situation für die Crewmitglieder der Delta VII erscheint aussichtslos. Die Vorräte gehen zur Neige, und das zeigt bereits erste überdeutliche Auswirkungen auf den Gesundheitszustand sämtlicher Personen an Bord. Da entdeckt die Delta VII schließlich doch noch eine verlassen erscheinende Raumstation.
Bereits diese Ausgangssituation ist so großartig umgesetzt, dass ein Gefühl des Unwohlseins nicht mehr loslässt. Mit vielerlei Mitteln verschärft man mit jeder Sekunde die düstere, beklemmende Atmosphäre auf ein für die ersten Minuten extremes Maß. Ein tiefes, überirdisches Dröhnen in den Musikstücken, die hörbare Schwächung in den Stimmen der Crewmitglieder, die Unsicherheit beim Betreten der verlassenen Raumstation, die Unkenntnis, was einen dort erwarten wird und die einsam wiederhallenden Geräusche in Verbindung mit der unbekannten Gefahr. Das alles schafft eine Stimmung, die einen schlichtweg fesseln muss.

Aber das ist nur der Anfang des neuesten Abenteuers für Mark Brandis. Denn im gleichen Maße, wie man es beherrscht, diese unheimliche Stimmung auszukosten, schafft man es auch, temporeiche Kampfszenen zu inszenieren. Man könnte dem Hörspiel einzig vorwerfen, vielleicht etwas viel in zu kurzer Zeit zu wollen. Einiges hätte man gerne noch etwas intensiver ausführen dürfen. Andererseits aber bietet sich dadurch eine unglaubliche Dichte und hohe Handlungsvielfalt, die einen nicht für eine einzige Sekunde aus dieser fiktiven Welt entlässt.

Der politisch motivierte Widerstandskampf geht nun in die entscheidende Runde. Mit neuen interessanten Ideen gelingt es, diesen nicht abebben zu lassen. Besonders der Umstand, dass es sich bei den agierenden Charakteren nicht einfach nur um teilnahmslose Statisten handelt, sondern um Menschen mit Innenleben und Emotionen, macht es dem Hörer leicht, sich in die fernen Probleme hineinzuversetzen. Bis auf einige Versatzstücke, die eben für SF typisch sind, hat man es dabei mit einer Welt zu tun, die der unserer so unähnlich nicht ist. Somit besteht als auch für Hörer, die sich im Science-Fiction-Genre normalerweise nicht so heimisch fühlen, die Chance, an Mark Brandis gefallen zu finden.

Lebendig angelegte Rollen erscheinen letztlich nur dann tatsächlich so, wenn die Schauspieler, die jene verkörpern, ihr Handwerk verstehen. Und das tun sie hier - vollkommen. Unter der Führung des Interplanar-Teams fügt sich jeder einwandfrei in das große Ganze. Negative Momente gibt es keine. Allen voran ist es Michael Lott als Commander Brandis, der das Hörspiel insbesondere auch durch die Einblicke in dessen Gedankenwelt zu etwas besonderem macht. Selbst Elemente wie die Stimme des Bordcomputers CORA wirken hier alles andere als trashig-unrealistisch.

Der WDR hat in einer Betrachtung dieses Hörspiels im Rahmen eines redaktionellen Radiobeitrags in Bezug auf Balthasar von Weymarn und Jochim-C. Redeker von "zwei Perfektionisten" gesprochen. Und dies kann ich eigentlich nur unterstreichen. Beide beweisen ein echtes Händchen für die richtige Akzentuierung. Mittels dieser feinfühligen Inszenierung gelingt es immer wieder, Gänsehautmomente zu erzeugen.

Fazit: Die Mark Brandis Hörspielreihe ist sogar fast noch besser als die schärftste Konkurrenz in Form von STILs Perry Rhodan. Das perfekte Hörspiel gibt es zwar nicht, aber dieses hier ist nahe dran. Auch für Leute, die Science-Fiction im ersten Moment eher ablehnend gegenüber stehen, einen Versuch wert. Für mich eines der besten Hörspiele, die ich bisher in diesem Jahr gehört habe! 15 von 15 Punkten!

Daniel Merk

Rattus Libri #67 (1. Mai 2009):
[...] In der vierten Episode scheint anfangs alles verloren zu sein. So wie die Crew der ‚Delta VII’ langsam, aber sicher die Hoffnung verliert, scheint auch der Kampf gegen den Diktator zu Ende zu sein, da man nach dem Fall der Venus kaum noch Kontakt zur Erde hat. Doch mit der Entdeckung wendet sich das Blatt. Mark Brandis und seine Leute werden vor harte Prüfungen gestellt, als sie wieder in das Geschehen zurückkehren, und müssen schon bald schwerwiegende Entscheidungen treffen. Dürfen sie ihr persönliches Wohl über das der gesamten Menschheit stellen? Müssen sie vielleicht nicht die Opfer hinnehmen, die das Schicksal von ihnen fordert?
Vor allem Mark Brandis steht vor großen Entscheidungen, als er Pflichterfüllung und Rechtsbewusstsein mit persönlichen Gefühlen abwägen muss, als um ihn herum große Tragödien geschehen.

Gerade diese menschliche Seite heben die Geschichte – und auch die Hörspielserie aus der Masse ähnlicher Publikationen heraus. „Aufstand der Roboter“ erzählt zwar in Grundzügen eine klassische Geschichte, bleibt aber durchweg auch heute noch faszinierend, denn obgleich der Kalte Krieg lange vorbei ist, so sind viele der angesprochenen Themen durchaus keine Zukunftsmusik mehr und geschehen im Kleinen tagtäglich auf der Welt. Vielleicht geht das Hörspiel nicht ganz so in die Tiefe, wie es ein Buch könnte, aber gerade die Unmittelbarkeit und eindringlich berührende Atmosphäre regen zum Nachdenken an.
Die Mischung aus Erzählung, Musik und Dialogen ist einfach nur überzeugend, weil die Figuren vor dem inneren Auge des Zuhörers lebendig werden. Dank der Sprecher spürt man förmlich ihre Sorge und Verzweiflung, die aufkeimende Hoffnung und die Momente der Mutlosigkeit, wenn alles verloren scheint.

Fazit: „Aufstand der Roboter“ führt den ersten Zyklus von „Mark Brandis“ zu einem dramatischen Ende. Dank der hochwertigen und liebevollen Gestaltung wird auch der vierte Teil der Serie zu einem Hörgenuss, der unter die Haut geht und nicht verpasst werden sollte. Jung wie Alt können hier erleben, dass es durchaus möglich ist, Unterhaltung und Anspruch in der Science Fiction zusammen zu bringen.

Christel Scheja

Fantasyguide.de (2. Mai 2009):
[...] Zu der Selektion der Sprecher kann man Interplanar nur gratulieren. Aus der Reihe von guten Leistungen ist die von Michael Lott hervorzuheben, dem es in hervorragender Weise gelingt, dem Charakter von Mark Brandis Leben einzuhauchen. Lässt er anfangs in seiner Stimme angesichts der Situation hörbar Erschöpfung und Niedergeschlagenheit mitschwingen, betont er später eindrucksvoll die melancholische Stimmung, in welcher der angetrunkene Commander sich zu diesem Zeitpunkt befindet.
Gefallen können auch die Effekte und das Sounddesign von Jochim-C. Redeker, der in dieser Folge auch eine Sprechrolle als Homo Factus hat. Sie zeigen sich gegenüber “Verrat auf der Venus“ sogar verbessert. Laserwaffen klingen nun so wie man es aus einschlägigen Filmen kennt und nicht mehr wie Maschinengewehre. Die Handlung wird immer wieder kurz von absolut stimmiger Musik unterbrochen oder begleitet, was für eine Auflockerung sorgt oder actionreiche Sequenzen geschickt betont.
Das Booklet ist wieder klein aber fein geraten. Es enthält nicht nur eine kurze Zusammenfassung des bisherigen Geschehens für Neulinge, sondern erklärt auch einige Begriffe, die im Hörspiel verständlicherweise nicht näher thematisiert werden, wie das Swing-By-Manöver. Außerdem gibt es weitere vier Kurz-Biographien zu handelnden Personen. Insgesamt ein schöner Service für jeden Hörer.

Wenn man an “Aufstand der Roboter“ Kritik üben will, trifft sie unweigerlich Teile der Handlung bezüglich ihrer Logik. So geht das Andocken und die Eroberung der Raumstation durch ein einzelnes Raumschiff und wenige Männer recht einfach vonstatten. Zudem wird nicht erklärt, wie es gelingt, dem General einen bestimmten, für das spätere Geschehen entscheidenden, Gegenstand unterzuschieben. Statt dessen macht das Hörspiel hier plötzlich einen sehr großen zeitlichen Sprung. Dies dürfte aber der Vorgabe geschuldet sein, die Buchadaption auf nur eine CD zu beschränken, die mit fast 80 Minuten schon randvoll ist.
Etwas befremdlich, pathetisch und heroisch verkitscht wirkt eine Szene, in der Mark Brandis inmitten des Aufstands der Klone nichts besseres zu tun hat, als den Namen eines Mannschaftsmitgliedes mit seinem Laser in Marmor zu brennen und damit einen öffentlichen Platz kurzer Hand nach seinem verstorbenen Crewman zu benennen.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen, ist “Aufstand der Roboter“ eine würdige Fortsetzung von einer der besten deutschsprachigen Science-Fiction-Serien, die nicht nur Anhänger der Buchvorlage begeistern wird. Fans dürfen sich freuen, dass steinbach sprechende bücher mit Testakte Kolibri schon die nächste Folge der Weltraumsaga angekündigt hat. Kennern der Serie dürfte auffallen, dass dieses nicht der fünfte, sondern der siebte Teil der Serie ist. Es wäre schade, wenn der Verlag auf eine vollständige Adaption verzichten würde! Droht ein “Aufstand der Fans“?

Ingo Gatzer

Roter Dorn (22. Juni 2009)
Das Hörspiel „Aufstand der Roboter“ zeichnet sich durch eine Vielzahl von gelungenen Elementen aus. Als erstes sind die Sprecher als positiver Faktor zu verzeichnen. Allesamt agieren sie auf hohem Niveau und hauchen ihren Rollen tatsächlich Leben ein. Keiner wirkt außer der Rolle, ein jeder ist um ein bestes Ergebnis bemüht, was auch erzielt wird.
Als weiteres positives Faktum ist das Sounddesign zu nennen. Hier stimmt einfach alles: die Landedüsen fauchen tiefbassig bis hochfrequenzig, die Türen öffnen und schließen sich mit einem Zischen, Knöpfe werden mit einem Bestätigungston gedrückt, etc. Somit entsteht im Zuhörer ein plastisches Bild, quasi „Kino im Kopf“, wie es auch beim Lesen entstehen sollte. Damit erreicht der Sounddesigner Jochim-C. Redeker ein Höchstmaß an geistiger Immersion des Zuhörers, was nicht hoch genug gelobt werden kann.

Fazit: Abschließend ist zu sagen, dass „Aufstand der Roboter“ das bislang beste Werk aus der Reihe „Mark Brandis“ im Hörspielsektor darstellt. Keine Ausfälle hinsichtlich der Sprecherleistungen, keine Schwächen im Sounddesign und auch die Musik donnert zwischen Blade-Runner- und Fluch-der-Karibik-Anleihen in bester Tradition daher.
Man kann nur hoffen, dass viele weitere Folgen der Buchreihe auch als Hörspiel umgesetzt werden, denn wenn sie in dieser Qualität vorliegen, ist das ein absoluter Hörgenuss!

Cronn

Geisterspiegel (September 2009):
[...] Der vierte Teil führt die Reihe in der bisherigen sehr hohen Qualität fort. Wie die vorangehenden Folgen sorgen auch hier gute Sprecher, passende Hintergrundgeräusche und ansprechende Musik für ein Hörvergnügen, das sich keiner entgehen lassen sollte. Ein weiterer Grund dafür ist vor allem, dass nicht die technische Entwicklung, sondern die Menschen im Mittelpunkt stehen. Wir bekommen es also mit ausgefeilten Charakteren zu tun, die dafür sorgen, dass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt. Da ist es nur mehr als erfreulich, dass wir alle bald mehr und öfter von Mark Brandis hören können. Die INTERPLANAR Produktion GbR & FOLGENREICH einigten sich im Juni 2009 auf eine langfristig angelegte Zusammenarbeit und bereiten derzeit die erste Veröffentlichung »Testakte Kolibri« vor, die für Oktober 2009 geplant ist und auch bald hier im Geisterspiegel rezensiert vorzufinden sein wird. Künftig sollen pro Jahr sechs Mark-Brandis-Folgen veröffentlicht werden. Wenn das mal kein Grund zur Freude ist!

Rebecca Hagelmoser