Bordbuch Delta VII

SPACE VIEW (jpg, Mai 2007, S. 55)

Aus dem Hörbücher-Magazin, #1 Juni 2007 (S. 84):
[...] Dieses Hörspiel ist die wahre Freude. Die Sprecher, unter ihnen Norbert ‘Magnum’ Langer, sind durch die Bank großartig, die Handlung spannend, die Soundeffekte entsprechend und die Titelmusik ein Ohrwurm. Nicht nur die Fans der Bücher dürften begeistert sein...

Hörspielhölle (1. Juni 2007):
Wer auch immer Interplanar sind, sie verstehen ihr Handwerk und ich denke, dass steinbach sprechende bücher diese Serie auch nicht in ihr Programm aufgenommen hätte, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre. [...] Inhaltlich eine starke Vorstellung, die Bearbeitung ist erstklassig und trägt die Story flott vor und man will wissen, wie es mit Mark Brandis und Crew weitergehen wird. Starke Sprecher, die zwar in den Hauptrollen nicht unbedingt mit den großen Namen protzt, doch die Qualität zählt und die stimmt bis in die kleinste Rolle, also schon mal ein Lob an die Regie. Michael Lott spricht Captain Mark Brandis; und seine Stimme dürften viele bereits in anderen Produktionen gehört haben und er kann sich hören lassen. Er macht nicht konstant auf coolen Helden, liefert viele Facetten des Charakters ab und wirkt sympathisch, was will man mehr? [...] Musikalisch ebenfalls eine richtig gute Angelegenheit, druckvolle Sounds, pompöse Klänge und passende Geräusche sorgen für eine sehr gute Atmosphäre und es sollte kein Problem sein die richtige Stimmung beim Hörer zu erzeugen. Hier wird also auch in jeder Hinsicht ordentlich gearbeitet.
Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen und ist ein richtiger "eyecatcher". Es lässt die CD auch sehr edel aussehen und dürfte potentielle Käufer neugierig machen.
Ein richtig guter Auftakt, der eine vielversprechende Sci-Fi-Serie starten lässt. steinbach sprechende bücher hat hier einen dicken Fisch an der Angel, der bei richtiger Promotion und einem vernünftigen Veröffentlichungsrhythmus auch Erfolg haben dürfte. Von meiner Seite gibt es eine klare Empfehlung für alle Fans von spannender SF -- und selbst der übermächtig scheinende Perry Rhodan bekommt hier sowas wie Konkurrenz.

Hörspatz (2. Juni 2007):
[...] Herausgekommen ist eine starke Produktion, die sich hören lassen kann: Die Effekte von Tonmeister Jochim-C. Redeker sind vom Feinsten, man fühlt sich augenblicklich an Bord des Prototypen Delta VII "gebeamt", sobald die CD im Player liegt. Redeker, der auch die filmreife Musik einbringt, beweist gleich mit dem Serienerstling, was in ihm steckt: so sollte Science-Fiction klingen!

Regisseur Balthasar von Weymarn hat die packende Story toll umgesetzt, was neben der prächtigen Sci-Fi-Atmosphäre aus Jochim Redekers Hand und dem gelungenen Script von Regina Schleheck vor allem auch der glänzend gewählten Sprechercrew zu verdanken ist: Mit Michael Lott als Brandis, Martin Wehrmann als Stroganow, Rasmus Borwoski als Ibaka und dem bekannten Gerhart Hinze als Commander Harris hat man markante Stimmen "an Bord" geholt, die perfekt zu den Rollen passen. Auch für den Rest der Besetzung hat man ein gutes Händchen bewiesen: Von Dorothea Hagena über Wolf Frass bis hin zum berühmten Norbert Langer ("Magnum") absolut stimmig und ohne Makel.
Das Hörspiel präsentiert sich auf zehn Tracks und mit kleinem Booklet, in dem Crew und Autor vorgestellt werden. Das Cover ist auf jeden Fall auch einen zweiten Blick wert! - eine bis ins Detail runde Produktion.

Fazit: Ein gelungener Erstling, der rundum überzeugt - von der packenden Story über die glänzende Sprechercrew bis hin zur filmreifen Atmosphäre: unbedingter Hörtipp für Sci-Fi-Fans!!

Phantastik-News (4. Juni 2007):
[...] In diesem Hörspiel wird die Grundlage für alles gelegt, was die „Brandis“-Reihe auch in der Buchform auszeichnete: Gut gezeichnete Charaktere, politisch-militärische Plots und ein humanistisches Grundthema, das alle Romane durchzogen hat.

Wenn wie in diesem Falle noch eine Riege professioneller Sprecher sowie eine ausgezeichnete technische Produktion dazu kommen, ist der Weg hin zum perfekten SF-Hörspiel nicht mehr weit. Die Atmosphäre stimmt sofort – nur einige wenige der gewählten Soundeffekte wirken störend oder unpassend – und das Drehbuch hat die Romanhandlung kongenial umgesetzt, so dass sofort Spannung und Hörspaß aufkommen. Wenn letztlich sogar Star-Reporter Robert Vogel in einer Nebenrolle auftritt, ist diese Produktion ein Muss für den SF-Fan, der an der ersten Episode große Freude haben wird.

Fazit: Eine rundum gelungene Premiere, die große Neugierde und Lust auf die Fortsetzungen macht, von denen wir, hoffentlich, möglichst viele zu hören bekommen werden.

Hörnews (19. Juni 2007):
[...] Die Handlung ist sehr ernst gehalten, lässt aber auch Platz für Gefühle. Die Sprecher kennen ihre Texte und tragen ihre Dialoge lebensecht vor. Im Zusammenspiel mit dezenten Effekten und einem gelungenen Musik-Score entsteht eine wunderbare SF-Atmosphäre, die so selten in der Hörspielwelt vorzufinden ist. Wer allerdings sinnlose Action, oder überzeichnete Figuren erwartet, ist hier falsch. Wie „Babylon 5“ und teilweise auch in den „Star Trek-Serien“, konzentriert sich die Handlung auf Themen, wie sie auch in unserer Zeit jederzeit passieren könnten. Die Mischung aus ernstem politischem Thema und SF-Elemente machen den Start zu einem wohl gelungensten der letzten Jahre, eben weil er nicht oberflächlich durchgeführt wurde!

Technisch kann durchaus vom „Kino im Kopf“ gesprochen werden. Musik und Effekte sorgen für ein echtes Kinofeeling, etwas schade ist, dass die Musik künstlich erzeugt und leider nicht mit einem echten Orchester eingespielt wurde. Die Trackeinteilung ist vorbildlich. Das Intro kann extra angewählt werden, oder bei wiederholtem Hören auch übersprungen werden.

Fazit: Durch die perfekte Mischung aus Sprechern, Musik und Effekten ein gelungener Auftakt. Die Reihe beeindruckt durch ein gutes Script und eine recht düstere Zukunftssicht.

Audiobooks.at/Monika Röth (21. Juni 2007):
Ein größenwahnsinniger Militärmachthaber aus Texas will gegen den Orient in den Krieg ziehen und die Erde unterwerfen? Nein, kein Hörbuch über die Bush-Regierung, sondern ein Hörspiel auf Basis von Nikolai von Michalewskys Mark Brandis Romanen aus den 70er Jahren, der nach Perry Rhodan erfolgreichsten deutschen SciFi Serie. [...] Das knapp eine Stunde lange Hörspiel von Steinbach sprechende Bücher enthält den ersten Band der Mark Brandis-Reihe. Die Patina der 70er Story wird durch eine passende Geräuschkulisse und bekannten Sprechern, wie z.B. der Synchronstimme von Angelina Jolie oder Tom Selleck aufpoliert. Politik im Jahr 2119, Raumkämpfe und ein Schuß Lovestory ergeben zwar kein literarisches Meisterwerk, aber ein kultig-spannendes Hörspiel mit effektvoller Soundkulisse im Stile alter EUROPA-Produktionen, das auf weitere Folgen hoffen läßt. Eine unbedingte Empfehlung für jeden Sci-Fi-Fan.

Fazit: Ein kultiger Stoff, der in ein atmosphärisches Hörspiel umgesetzt wurde. Passende Stimmen und eine perfekt angepaßte Soundkulisse lassen schon auf die Fortsetzung hoffen.

Hoerothek/René Wagner (26. Juni 2007):
Die Kult-Science-Fiction-Serie der 70er und 80er Jahre, nach "Perry Rhodan" das erfolgreichste deutsche Weltraumabenteuer, nun endlich als Hörspiel – darauf haben viele Fans gewartet. Und sie wurden nicht enttäuscht: Die Umsetzung des ersten Bandes von Autor Nikolai v. Michalewsky durch das Produktionsstudio Interplanar (TV-Beitrag dazu online hier) ist so gut gelungen, dass sich die Lobeshymnen der Fans in den Foren überschlagen. Und das ist auch unsere Meinung: endlich wieder ein nicht-experimentelles, geradliniges, klassisch-modernes Hörspiel, das die Geschichte einfach so erzählt, wie sie ist: spannend, nachvollziehbar, überzeugend. Effekte und Musik sind auf aktuellem Niveau, und auch die Sprecher sind fast ausnahmslos gut ausgewählt. Michael Lott alias Mark Brandis sollte sich die Hörbuchgemeinde merken: Seine kraftvolle, aber angenehm warme Stimme werden wir sicher bald auch in Lesungen wiederhören. Die Geschichte dieses Hörspiels ist übrigens nicht nur etwas für Science-Fiction-Fans, sondern angesichts ihrer Gesellschaftskritik zeitlos passend. Und daher freuen wir uns schon auf die nächsten Teile, denn die Umsetzung der Bände 2, 3 und 4 sind bereits angekündigt.

Kurz und knapp: klasse!

ANDROMEDA-NACHRICHTEN #215 (S. 77) (Juni 2007):
In der Reihe »Steinbach Sprechende Bücher« gibt es jetzt auch »Abenteuer in der Welt von Morgen«. Fast moderne Klassiker sind die Mark Brandis Romane von Nikolai von Michalewsky, die in lockerer Folge zwischen 1969 und 1987 erschienen sind. Von daher dürfte die Wahl von Steinbach genau diese Reihe als Hörspiel umzusetzen sicher kein allzu großes Risiko bedeuten.

Den Start macht »Mark Brandis. Bordbuch Delta VII«. [...] Die Grundstory verarbeitet die zur Entstehungszeit noch sehr viel problematischere Blockbildung der Staaten und verlagert sie in eine nahe Zukunft. Das Thema ist heutzutage also nicht mehr ganz so taufrisch. Auch die doch sehr undifferenzierte Schwarz-Weiß-Malerei – hier Gut dort Böse – hört sich heutzutage nicht mehr so gut an. Dennoch ist die Reihe nicht nur für Nostalgiker interessant. Die szenische Umsetzung ist gelungen. Der Hintergrundsound ist aufwändig gestaltet und überzeugt. Die Sprecher, darunter Marion von Stengel (Synchronstimme von Angelina Jolie), Rainer Schmitt (Larry Brent) und Norbert Langer (Magnum) liefern eine ordentliche Arbeit ab, wobei der Commander der Hauptfigur Brandis durchaus ein wenig das Wasser abgräbt. Die Hörspielausgabe wird fortgesetzt.

TV Movie Multimedia (27. Juni 2007):
[...] Mächtige Triebwerks-Sounds tosen, Automatiktüren an Bord schließen zischend und auch die Dialoge sind raumgreifend platziert, Orchesterklänge untermalen die Dialoge hollywoodreif [...] souveräne Sprecher [...] machen Lust auf nächste Brandis-Abenteuer.

Hoerspieleportal.de (15. Juli 2007):
Recht selbstbewusst kündigt man "Mark Brandis - Bordbuch Delta VII" als Hörspielereignis des Jahres an. Ob dies tatsächlich gerechtfertigt ist?

[...] Wirkt der Beginn eigentlich noch recht harmlos, so findet man sich urplötzlich schon mitten im politischen Machtkampf wieder, der sich in diesem Hörspiel natürlich beileibe nicht nur auf irgendwelche Wortgefechte beschränkt. Immer wieder wechselt man in die Innenperspektive von Captain Mark Brandis, was dem Hörer somit schnell eine Identifikationsfigur zur Seite stellt. In raschem Tempo schreitet die Handlung nun voran und macht dem Hörer immer deutlicher die Auswirkungen des Machtwechsels auf der Erde deutlich. Für Spannungsakzente ist in den etwa 60 Minuten immer gesorgt. Langeweile braucht man hier nicht zu fürchten.
"Bordbuch Delta VII" ein abwechslungsreicher und interessanter Auftakt, der Lust auf mehr macht. Für die Betitelung "Hörspielereignis des Jahres" reicht es aber angesichts der extrem starken Konkurrenz in meinen Augen nicht wirklich. Das Hörspiel spielt aber eindeutig in der oberen Liga.

Die Sprecherliste setzt sich zum einen aus recht bekannten und oft gebuchten, aber ebenso aus nicht ganz so oft zu hörenden Sprechern zusammen. [...] Besondern stechen in diesem Abenteuer Gerhart Hinze und Michael Lott hervor, welche auch die tragenden Rollen inne haben. In Nebenrollen trifft man z.B. auf Norbert Langer, Rainer Schmitt oder Marion von Stengel. Alles in allem ein Cast, der sehr gut zu überzeugen weiß. Schön ist auf alle Fälle, dass man sich nicht groß mit der langwierigen Einführung der Charaktere aufhält, sondern schnell zum Kern der Handlung vordringt. Mutig ist zudem die Entscheidung mit Ausnahme eines kurzen Intros völlig auf einen Erzähler zu verzichten. Ich habe ihn zu keiner Sekunde vermisst. Auch dies spricht für eine gekonnte Bearbeitung des Stoffes.

Schön dezent, aber doch präsent fällt die Musik aus. Die extrem druckvollen Musikstücke wie bei der Konkurrenzserie Perry Rhodan (Vertonung von Stil) hat man aber noch nicht aufzubieten. Das ist eigentlich das einzige, was man bei einem Weltraumabenteuer etwas vermisst. Bei den Effekten verzichtet man weitestgehendst auf zu abgespacte Sounds. Hier die richtige Entscheidung, denn auch so hat man kein Problem sich die einzelnen Szenen bildlich vorzustellen.

Fazit: DAS Hörspielereignis des Jahres ist Mark Brandis zwar für mich nicht, aber das Hörspiel kann ohne Probleme in der oberen Liga aktueller Produktionen mitmischen. Der Einstieg wartet mit jeder Menge Abwechslung, einer schnellebigen Story, tollen Sprechern und einer größtenteils gelungenen technischen Seite auf. Fans des Science-Fiction-Genres können hier ohne Bedenken zugreifen. Man darf gespannt sein, wie sich die Serie weiter entwickelt. Wünschenswert wäre auf alle Fälle ein regelmäßiger Veröffentlichungsrhythmus. Note 1-

SpielXPress, September 2007:
[...] Das Hörspiel ist das erste in der Reihe und wird hoffentlich bald fortgesetzt. Insgesamt stehen 31 Bücher über Mark Brandis zur Verfügung, sodass es also für etliche Jahre reichen wird, wenn diese alle zu Hörspielen verarbeitet werden. Die Sprecher sind sehr gut und auch die Soundeffekte lassen im Zuhörer ein gutes Bild der jeweiligen Situation entstehen. Wer gerne gute Science-Fiction mag, der ist hiermit sehr gut bedient.

  • Daumen hoch: coole deutsche Science Fiction
  • Daumen runter: etwas zu kurz (ca. 10 Minuten mehr wäre besser gewesen).

Uncle Sally’s, #129:
Die Zukunft. Unendliches Konfliktpotenzial. Raumschifftestpilot Mark Brandis erkennt nach einem mehrwöchigen Testflug seine Heimat, die Erde, nicht mehr wieder. Ein texanischer General hat geputscht, und macht sich und seiner faschistischen Organisation die Menschheit mittels in den Körper implantierter Computerchips gefügig. Keine Frage: Eine Widerstandsbewegung muss her.
Das Hörspiel ist der Auftakt einer Umsetzung der erfolgreichen, 1969 gestarteten 31teiligen Science-Fiction-Reihe gleichen Namens. Mit einem Ensemble aus professionellen aber unverbrauchten Sprechern ist hier ein viel versprechender, actionreicher Start hingelegt worden.

Fantasyguide, September 2007:
[...] Die Hörspiel-Umsetzung darf als vollauf gelungen bezeichnet werden und wirkt trotz des Alters der Vorlage überhaupt nicht angestaubt. Das ist sowohl dem Buch von Nikolai von Michalewsky als auch der stimmungsvollen Bearbeitung zu verdanken. Die Ausgangslage wird dem Hörer am Anfang einleitend á la "Raumschiff Enterprise" durch einen Off-Sprecher beschrieben. Das ist zwar nicht besonders geschickt oder originell, angesichts der zeitlichen Beschränktheit der das Medium CD unterliegt, (verständlich? Wort fehlt). Im Vordergrund stehen weniger futuristische Technik, sondern vielmehr Handlung und Charaktere. Natürlich kann ein Roman nicht 1:1 in ein Hörspiel mit einer Dauer von nur 62 Minuten umgesetzt werden. So ist in der Buchvorlage die bedrückende Atmosphäre durch das Terrorregime von Smiths "Reinigender Flamme" ausführlicher und dichter dargestellt, während im Hörspiel eher die Actionsequenzen im Vordergrund stehen. Trotzdem gelingt die Konzentration auf das Wesentliche, gerade wenn man die Eigenheiten des jeweiligen Mediums berücksichtigt.

Bei der Wahl der Sprecher wurde anders als bei manch anderem Hörbuch weniger auf Prominenz, als auf Befähigung geachtet. Besonders gelungen ist hier die Besetzung von Mark Brandis durch den Schauspieler und Sprecher Michael Lott, der Einigen aus Filmen wie "Stauffenberg" oder "Wie die Karnickel" bekannt sein dürfte. Auch Gerhart Hinze (unter anderem zu hören in "24" oder "???") erweckt Commander John Harris glaubhaft zum Leben. Die Effekte werden zwar etwas sparsam eingesetzt, sind aber dennoch von guter Qualität und tragen zur dichten Stimmung bei.

Eine schlechte Nachricht gibt es allerdings. Nach 62 Minuten guter Unterhaltung wünscht man sich sofort den nächsten Tel der Serie "Verrat auf der Venus" in den CD-Player. Der ist laut "steinbach sprechende Bücher" zwar in Planung aber leider immer noch nicht erschienen. Das Audiobook kann wärmstens allen Freunden guter Science Fiction empfohlen werden, die weniger an einer Aneinanderreihung künftiger, technische Errungenschaften, sondern mehr an einer intelligenten und spannenden Geschichte interessiert sind. Man kann sich nur wünschen, das auch die restliche Reihe von "Mark Brandis" als Hörspiel umgesetzt wird. Dann dürfte man sich noch auf 30 weitere Folgen freuen. Die dürfen dann auch gerne länger als 62 Minuten sein.

doppelpunkt.de, 15. September 2007:
[...] Ab 1970 erschienen stattliche 31 „Mark Brandis-Romane", denen immer das Kunststück gelang, nicht nur Jugendbuch sondern auch spannendste Erwachsenenlektüre zu sein.
Erfreulicherweise gelingt eben dieser Spagat auch dem neu produzierten Hörspiel. Das Anliegen des Autors, gesellschaftliche Probleme der Gegenwart in einer zukünftigen Welt zu spiegeln, kennzeichnet auch „Bordbuch Delta VII", die erste Folge.
Die Crew der „Delta VII", dem modernsten Raumschiff, das die Raumflotte aufbieten kann, kehrt von einem ausgiebigen Testflug zurück und sieht sich nach ihrer Landung mit dem Putsch eines Generals konfrontiert. Smith, der neue Machthaber, hat natürlich sofort auch ein Auge auf die „Delta VII" geworfen. Aber was ist passiert? Alte, sicher geglaubte politische Strukturen scheinen wirkungslos geworden zu sein. Liegt die Lösung allein in der Befreiung des abgesetzten Präsidenten? Mark Brandis lässt sich auf ein gefährliches Abenteuer ein…

Ganz modern haben Redeker und von Weymarn inszeniert, und so ist der Einstieg in die Welt von Mark Brandis sehr spannend und überzeugend präsentiert. Weitere Hörspiele werden folgen. Neuer Hörspielkult in Sicht?

Rainer Scheer

Astronomie heute (Oktober 2007):
[...] Das Hörspiel bietet wenig Neues. Akteure und Handlungsaufbau – schnelle Raumschiffe, Lasergefechte, aufrechte Freiheitskämpfer – und seine deutliche Prägung durch angloamerikanische Einflüsse entsprechen den üblichen Sciencefiction- Stereotypen. Die Geschichte ist überschaubar, in ähnlicher Weise schon oft erzählt worden und hält wenige Überraschungen bereit.

Eingefleischte Sciencefiction-Liebhaber bewegen sich mit "Mark Brandis – Bordbuch Delta VII" auf wohlvertrautem Terrain und können mit dem Kauf der CD nicht viel falsch machen. Wer jedoch visionäre Geschichten sucht, die anspruchsvoll, packend und aufwühlend sind, sollte sich lieber an Autoren wie Stanislaw Lem halten.

Aus Rattus Libri #25:
[...] Ein Hörspiel kann zwar nicht die Komplexität eines gedruckten Buches wiedergeben, aber zumindest die wichtigsten Inhalte und Aussagen. „Bordbuch Delta VII” gelingt dies ausgezeichnet. Eine ausgewogene Mischung aus Erzählung und Dialogen erweckt das Buch und seine Figuren zum Leben. Man spürt förmlich die Überraschung der Crew, als sie erfahren müssen, dass sich der Wind in ihrer Heimat gedreht hat. Ebenso deutlich wird der ständig wachsende innere Widerstand gegen die Einschränkungen und Repressionen, die sie auf der Erde erwarten. Das alles wird garniert mit etwas ereignisreicheren Szenen, in denen die Gefahr verdeutlicht wird, die von dem skrupellosen Regime ausgeht. Schon die Erzählung von Nikolai von Michalewsky geht an sich unter die Haut. Auch wenn wir längst schon nicht mehr in Zeiten des Kalten Krieges leben, so hat sich doch nichts an der Aktualität geändert. Totalitäre Regime gibt es auch heute noch, und sie liegen näher, als wir denken; die Manipulation von Massen und Medien, die Einbeziehung von Wissenschaft in die politischen Ziele gibt es auch in sogenannten Demokratien.

Schon der erste Band von „Mark Brandis“ geht weit über einen oberflächlichen Abenteuer-Roman heraus, was vor allem an der sehr menschlichen Schilderung der Charaktere liegt. Mark Brandis und Lt. Iwan Stroganow haben eine Familie zu verlieren und müssen deshalb abwägen, inwieweit sie ihrem Gewissen folgen können. Die Sprecher lassen den Zuhörer diese Konflikte förmlich spüren. Sie sind mit großem Ernst und Eifer an der Sache und schlagen schnell in ihren Bann. Zusammen mit den Soundeffekten und der klug eingesetzten Musik zeugen sie von der hohen Qualität des Hörspiels.

„Bordbuch Delta VII” ist eines der ausgereiftesten und spannendsten Science Fiction-Hörspiele der letzten Jahre, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht und sein Geld mehr als wert ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Reihe sehr bald fortgesetzt wird.

Rezensentin: CS

phantastisch! #28 (Oktober 2007) - ein dreiseitiger Artikel, sehr lesenswert; hier nur ein Auszug speziell zum Hörspiel:
[...] Das Manuskript ist dicht und raffiniert gestrickt, trotz allen Ernstes nicht ohne Witz, die Sprechrollen sind passend besetzt, die Stimmungen sehr gut eingefangen. Was da gelungen ist, lässt einem das Herz höher schlagen. [...] Übrigens: Wie nahe das Hörspiel am Original bleibt, habe ich an folgendem gemerkt. Bestimmte Sätze konnte ich schon vollenden, bevor sie zu Ende gesprochen waren. Obwohl nicht alle Sprecher stimmlich so wandlungsfähig sind wie die Profis, tut das dem Hörspiel im Grunde keinen Abbruch. Es ist  hervorragend abgemischt und verdient für die Musik besonderes Lob. Sie ist flott, spannend und dramatisch. Sie illustriert, wo sie illustrieren soll, paraphrasiert, wo sie paraphrasieren soll und passt stets nahezu perfekt zu den jeweiligen Stimmungen und Situationen. Sie ist sphärisch, wenn es um die Weite des Alls geht, sie verpackt gekonnt die zuweilen derb-rauen Stimmen der Weltraumpartisanen und ist – für ein Science Fiction-Hörspiel besonders wichtig – äußerst zitatreich. Dadurch entsteht auf der inneren Bühne des Zuhörers eine assoziative Weite, die großem Kino in nichts nachsteht. [...] Aus der Begeisterung geboren, ist es ein höchst professionell produziertes, gelungenes Science Fiction-Hörspiel geworden, dem ich noch viele Fortsetzungen wünsche.

Alexander Seibold

CORONA-Magazin, Ausgabe 189 (Oktober 2007)
[...] Was Balthasar von Weymarn, Jochim-C. Redeker und ihr Team mit dem Hörspiel „Bordbuch Delta VII“, der Adaption des gleichnamigen ersten Romans der Brandis-Reihe, starten, ist ein beeindruckendes Unterfangen. Und seine Umsetzung begeistert. Schon die Aufmachung der CD ist gelungen: Das Cover zeigt Metropolis als lebendige Metropole des 22. Jahrhunderts und macht deutlich, dass man es hier – bei allem verdienten Respekt vor der literarischen Vorlage – mit einem modern inszenierten und gestalteten Werk zu tun hat, das sich auf dem emsigen Audiomarkt nicht hinter ähnlichen Produktionen verstecken muss.
Das Drehbuch wandelt nicht nur die Romanhandlung gelungen in etwa 64 Hörspielminuten um, sondern fängt auch die Atmosphäre und den moralischen Subtext des Originals gekonnt ein. Wie Alexander Seibold in der aktuellen Ausgabe 28 von phantastisch! begeistert schrieb: „Bestimmte Sätze konnte ich schon vollenden, bevor sie zu Ende gesprochen waren.“ Bei Interplanar scheint man sich sehr bewusst zu sein, welch hohen Stellenwert die „Weltraumpartisanen“ bei vielen SF-Freunden einnehmen. Lobenswert.

Auch die Sprecher überzeugen. Besonders Michael Lotts Captain Brandis changiert gekonnt zwischen wehmütigen Sequenzen voller Selbstzweifel und Sorge, privaten und informellen Momenten mit Frau und Freunden, und der ansteckenden Durchsetzungskraft eines unfreiwillig zum Helden gewordenen Überzeugungstäters.
Ein gesondertes Lob gebührt auch der musikalischen Untermalung. Jochim-C. Redekers Score durchzieht weitaus mehr als nur der Hauch eines Epos. Diese melodischen und dramatischen Klänge atmen ganz klar Science-Fiction, könnten auch ohne die Handlung als reines musikalisches Werk bestehen. Wenn Hörspiele Kopfkino sind, macht dieser Klang sie zu 16:9.

Fazit: Schon klar - ein Rezensent, der über ein Werk nur Gutes zu berichten weiß, ist nicht seriös. Immerhin sind die Jungs und Mädels doch dafür da, sich über Minderwertigkeiten aufzuregen, um an jedem noch so gelungenen Projekt noch das Quäntchen Mittelmaß zu finden, oder? Nun, dieser hier streckt die Segel. „Bordbuch Delta VII“ ist genau das, was es sein sollte: ein sehr gut besetztes, sehr gut inszeniertes und verflucht gut musikalisch untermaltes Hörspiel, das den Namen „Mark Brandis“ mit Würde trägt. Und ihn verdient. Was sollte daran auszusetzen sein?

Christian Humberg

Der Ringbote (20. Juni 2008)
[...] „Mark Brandis: Bordbuch Delta VII“ ist das erste Hörspiel einer geplanten Reihe, die das Werk von von Michalewsky vertonen will. Interplanar zeichnet sich für die Produktion verantwortlich – und was hier über 62 Minuten hinweg geschaffen wurde, hat wahrhaftig Kinoqualität! Schon die Sprecher agieren durch die Bank höchst professionell – wenngleich der militärisch zackige Tonfall manche Stimmen doch sehr ähnlich klingen lässt, sodass man gerade in hektischeren Momenten nicht ganz genau weiß, wer gerade spricht.

Regelrecht phänomenal ist jedoch das Sound Design. Bis ins kleinste Detail wurde auf eine realistische Tonkulisse geachtet. Das spiegelt sich in unterschiedlichen Klangfarben je nach Umgebung (Korridor, Kabine, Zelle usw.) wieder, in räumlich klar vorortbaren Positionen der Sprecher (manche Figuren stehen dem Hörer näher – erhalten also eine „Großaufnahme“ –, während andere im „Bildhintergrund“ bleiben) sowie in einem komplexen Geräuscheteppich, der selbst Handlungen wie den Gang zum Kaffeeautomaten oder eine innige Umarmung so plastisch darbietet, dass sich einem die mentalen Bilder hierzu förmlich aufdrängen.

Das Sahnehäubchen schließlich ist die Musikuntermalung, die atmosphärisch und – in Actionsequenzen – durchaus auch mal treibend und dominant das Geschehen begleitet. Dabei ist es den Machern bei Interplanar hoch anzurechnen, dass man auch im wildesten Gefecht und unter symphonischem Geschmettere die Stimmen der Charaktere stets klar und deutlich heraushören kann.

Auch die Aufmachung der CD kann sich sehen lassen. Eine schöne Computeranimation zeigt Metropolis, die – vermutlich – Hauptstadt der EAAU und einige darüber hinwegjagende Gleiter, die allerdings ein bisschen an Kilrathi-Jäger aus dem „Wing Commander“-Universum erinnern (auch so ein cooles SF-Franchise meiner Jugend…). Im Inlay befinden sich auf zwei Seiten die Kurzlebensläufe der vier Protagonisten sowie eine Mini-Biografie von Nikolai von Michalewsky.

Fazit: Gute Sprecher, eine großartige Tonkulisse, atmosphärische Musik, eine runde Handlung und ein schickes Äußeres machen die erste Episode der „Mark Brandis“-Hörspielreihe zum Vergnügen ohne Wenn und Aber. Ich hatte ja schon das ein oder andere Gute über diese Produktion gehört, und ich kann dies alles vorbehaltlos unterschreiben. Eine Hörspielreihe, die der Konkurrenz zeigt, wie man es richtig macht! Sie sei allen Fans von Science-Fiction-Kopfkino ans Herz gelegt.

Bernd Perplies

Re-Flexion-Kult, 30. Juli 2008
An sich bin ich nicht so der Freund von Science Fiction Hörspielen, doch die erste Folge der Mark Brandis Reihe hat mir sehr gut gefallen. Man merkt bereits nach wenigen Minuten, dass das Team von Interplanar im Auftrag von Steinbach sprechende Bücher sehr akribisch und mit Liebe zum Detail an die Überarbeitung der alten Buchvorlagen aus den 70er Jahren herangegangen ist.
Die Dialoge sind hervorragend gestaltet und umgesetzt, die einzelnen Charaktere erfahren eine gute Vorstellung, die sich aus dem Geschehen heraus ergibt und so keinerlei Vorkenntnisse des Hörers in Bezug auf die Serie notwendig macht. Neben vielen bekannten (Synchron-)Sprechern wie Marion von Stengel, Rainer Schmitt oder auch "Magnum" Norbert Langer haben sich die Mannen von Steinberg sprechende Bücher in der Besetzung der weiteren Rollen aber auch an noch unbekanntere Akteure herangewagt - und dieser Mut wird belohnt! Alle diese Sprecher machen ihre Sachen sehr gut und speziell Michael Lott als Mark Brandis macht einen hervorragenden Eindruck!
Und auch die atmosphärische Umsetzung der - aus Blickrichtung der 70er Jahre betrachtet - fernen Zeit ist genial und vor allem effektvoll gelungen. Das Geschehen an sich ist an diversen Stellen, nicht zuletzt aufgrund des Alters der Originalvorlage, etwas aktualisiert worden und wurde, um in Hörspielform auf das Medium CD gebannt zu werden an einigen Stellen mehr oder weniger deutlich gekürzt. Diese Kürzungen sind jedoch sehr geschickt vorgenommen worden, denn ihnen fielen nach meinem Empfinden hauptsächlich langatmige beschreibende Passagen des Romans zum Opfer.
Übrig bleibt eine gute Stunde spannender und kurzweiliger Unterhaltung in Raum und Zeit, die sich zum einen durch den überwiegenden Verzicht auf spektakuläre Raumschlachten und die damit verbundene Konzentration auf zwischenmenschliche Werte und Probleme auszeichnet. Ein erster Teil der "Mark Brandis" Serie, der Spaß auf mehr macht und wenn Steinbach sprechende Bücher dieses Niveau beibehalten kann, dann dürfte die Serie sicherlich alsbald in einem Atemzug mit Vertonungen wie Star Wars oder Perry Rhodan genannt werden.

Ingo Möller