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Hörspieleportal (6. März 2008) Bereits die erste Szene offeriert die Klasse, die sich wie ein roter Faden durch dieses Hörspiel ziehen soll. Geschickt steigt man mitten im Geschehen ein, packt dabei aber nochmals alle wesentlichen Informationen aus dem ersten Abenteuer hinein und erleichtert dem Hörer so den Einstieg. Um zu ausufernde Erklärungen muss man sich nicht sorgen, hebt doch ein plötzlicher Anschlag die Brisanz und Gefahr schnell hervor. Wie die Produzenten selbst in einem Interview sagen, war das Problem weniger, die knapp 80 Minuten mit der Vorlage voll zu bekommen, sondern das ganze sinnvoll auf diese Zeit zu kürzen. Und genau das hört man dem Hörspiel an - keineswegs im negativen Sinne, dass dieses Vorhaben nicht gelungen wäre. Während der gesamten Spieldauer hält man eine stetige Spannung aufrecht, die selbst in den ruhigeren Momenten, die man sich für eine Tiefenschärfung der Charaktere nimmt, nur leicht abebbt. Das Tempo ist größtenteils sehr hoch und inhaltlich fehlt es an nichts. So kann ich auch meine Befürchtungen, dass es eventuell etwas langatmig werden könnte, getrost vom Tisch fegen. Die Handlung mitreißend, die Charaktere - insbesondere der im Fokus stehende Mark Brandis - sehr lebendig, vielfältig und damit nicht nur eindimensional und platt, das ganze mit einer soliden Portion Tiefgang garniert, in einer Zukunft, die zwar noch ein gutes Stück entfernt liegt, nichtsdestotrotz leicht vorstellbar und mit ganz ähnlichen Problemen wie in der aktuellen Welt gekennzeichnet ist - das alles zeichnet gute Science Fiction aus.
Zugegeben, ganz übersichtlich ist die Crew der Delta VII nicht und gerade nach einer längeren Hörpause braucht man doch wieder ein wenig, um den vollen Durchblick zu erlangen, da ist es aber doch sehr praktisch, dass die Sprecher auf der Rückseite in der Reihenfolge ihres Auftretens aufgeführt werden. Exzellente Leistungen bekommt man eigentlich von allen Beteiligten geboten. Im Mittelpunkt steht natürlich insbesondere Michael Lott als Mark Brandis. Insgesamt bekommt man einige bekannte Stimmen ans Ohr und das Zusammenspiel ist sehr gelungen. Es gibt also nichts auszusetzen.
Sehr gelungen sind die eingesetzen Musikstücke, die perfekt die Stimmung des Hörspiels einfangen und für eine Science-Fiction-Serie auch druckvoll genug erscheinen. Davon darf es gerade im Hintergrund gerne auch mal noch ein paar Einspielungen mehr geben. Bei der Geräuschkulisse merkt man die detailverliebte Arbeit deutlich und hier wirkt nichts leer, sondern erscheinen alle Szenen in einem sehr realistischem Licht. Dahingehend steht man anderen aktuellen Top-Produktionen in kaum etwas nach.
Fazit: Man darf wohl behaupten, dass Mark Brandis durchaus zu den aktuell besten Science-Fiction-Serien auf dem Markt zählt, bei der einzig etwas schade ist, dass es nur recht schleppend vorangeht. Das Ende macht verdammt viel Appetit auf mehr und es bleibt zu hoffen, dass man nicht wieder ganz so lange auf die Fortsetzung warten muss. Diesmal hat sich das Warten jedenfalls ohne Frage gelohnt. Ein exzellentes Hörvergnügen.
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Aus dem HörBücher-Magazin, April/Mai 2008 (S. 92): [...] Das zweite Abenteuer des Weltraumpiloten Mark Brandis ist ein nahezu perfektes Hörspiel. Die Handlung erfindet zwar das Rad des Genres nicht neu (logisch, wurde einst auch in den 1970ern geschrieben), ist aber knackig und spannend erzählt. Wirklich beeindruckend ist die Adaption von Balthasar von Weymarn (Drehbuch) und Jochim-C. Redeker (Komposition und Sound): Plastisch tragen sie mit einer realistischen, sehr professionellen Geräuschkulisse die Weltraumatmosphäre vor das innere Auge des Hörers. Der Soundtrack (mit Ohrwurm-Titeltrack) wird geschickt in die Handlung eingebunden und muss sich hinter den Hollywood-Kompositionen eines Hans Zimmer nicht verstecken. Von Weymarn berichtet, dass als Hommage an die „Commander Perkins“-Hörspiele (EUROPA) auf einen Erzähler verzichtet wurde und sich die Handlung „selbst“ erzählt. Mark Brandis, Commander der Delta VII, muss diesmal im Kampf um die Venus alles riskieren, um mit seiner Crew als Partisanen die Pläne des General Smith zu durchkreuzen … Auch die Sprecher sind bestens besetzt. Michael Lott, sonst eher bekannt als Schauspieler und „station voice“ verschiedener Rundfunksender, ist als überzeugender Titelheld eine echte Entdeckung. Und beim Kurzauftritt von Daniela Hoffmann (alias Julia Roberts) wurde laut von Weymarn „richtig Gas gegeben“, weil „niemand so genial Panik spielen kann wie sie“. (bär)
Wertung: 5 von 6 CDs
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Hörspieltipps (10. März 2008): Endlich ist er zurück: Mark Brandis. Nach der sehr hörenswerten Einstiegsfolge der Serie nach den Romanen von Nikolai von Michalewsky geht es nunmehr endlich weiter. Und "Verrat auf der Venus" zeigt gleich eindrucksvoll, dass die erste Folge kein Zufallserfolg war, sondern dass man sogar in der Lage ist, die ohnehin gute Qualität noch zu toppen.
Inhaltlich geht die Folge mit einem irren Tempo vor. Ohne großes Geplänkel geht es in die Handlung über. Wer die erste Folge nicht mehr im Ohr hat, könnte hier einige Schwierigkeiten bekommen, allerdings bleibt die Folge trotz allem noch verständlich. Immerhin fast man hier und da das Geschehene zusammen, so dass man den Überblick zumindest immer behält.
In 80 Minuten erzählt man hier allerhand - aus soviel Stoff würden andere locker 2-3 Folgen basteln, hier gibt es alles auf einmal. Es wirkt trotzdem nicht überfrachtet, da das Geschehen sehr gut transportiert wird. Man wird über fast 80 Minuten auf einem sehr hohen - sowohl inhaltlichen als auch technischen - Niveau unterhalten. Langweilige Passagen gibt es keine.
Auch die Sprecher sind gut gewählt - Auch wenn sich hier nicht nur ausgewiesene Profis tummeln, die Farbkleckse tun dem Hörspiel sehr gut. Da stört auch ein Sprecher mit einer ordentlichen Dialektfärbung nicht, da er an einer sehr passenden Stelle eingebunden wird und eine Rolle verkörpert, die dies durchaus zulässt. Das ist eine wirklich exzellente Lösung und zeigt, dass man sympathische Akzente setzen kann, ohne das Hörspiel insgesamt qualitativ abzuwerten.
Die Umsetzung ist schon wie bei der ersten Folge auf technisch höchstem Niveau. Geräusche und vor allem die Musik sind erstklassig ausgewählt und gesetzt und bilden perfekte Kulissen für das Gehörte.
Mit einem Paukenschlag meldet sich Mark Brandis zurück und schiebt sich gleich mal in die Spitze der SF-Hörspiel-Mitkonkurrenz. Die Folge "Verrat auf der Venus" zeigt eindrucksvoll, dass sich diese Produktion hinter keiner anderen Serie verstecken muss. Im Gegenteil, was Tempo und Unterhaltungswert anbetrifft, hat man hier sogar die Nase vorn.
+++++ von +++++
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Hörspatz: [...] Nach dem sensationellen Erstling "Bordbuch Delta VII" lag die Latte hoch für das Produktionsteam von Mark Brandis, was die zweite Folge anging. Mit "Verrat auf der Venus" zeigt das junge Team, dass der Erfolg kein Zufall war. Vom Script über die Sprecher bis hin zur gnadenlos wuchtigen Atmo, die sich aus einer tollen Geräuschkulisse und der phantastischen Musik von Joachim-C. Redeker generiert, ist auch diese Fortsetzung der Abenteuer um Weltraum-Testpilot Mark Brandis äußerst gelungen!
Die Crew durfte in nahezu gleicher Besetzung an den Start gehen: Neben Michael Lott alias Commander Brandis und Rasmus Borowski alias Lt. Antoine Ibaka sowie Martin Wehrmann alias Lt. Iwan Stroganow gibt es einen Neuzugang an Bord: Holger Umbreit als Cpt. Robert Monnier. Wieder hat man sich einige bekannte Sprecher geangelt, die das Feld auflockern. Neben Daniela Hoffmann (Julia Roberts) und Thomas Vogt (Laurence Fishburne) konnte man auch Leon Boden (Denzel Washington) gewinnen. Die gesamte Riege spielt professionell und frisch auf, man wähnt sich fast im Kino, mit soviel Engagement, Spaß und Eifer sind alle bei der Sache. Einzig Robert Vogels leichter "Äppelwoi"- (oder Pfälzer??) Dialekt will nicht so recht in die Tiefen des Weltraums passen... ;-)
Die Musikkulisse ist schlichtweg bombig - da passt alles und man hebt zusammen mit der Crew ab - aber total! Was Redeker hier aufgefahren hat, hat beinahe Hollywood-Präsenz: rasante Kampfszenen wechseln ab mit wuchtiger sphärischer Klangkulisse - und alles ist perfekt ins Hörspiel gesetzt. Ein Lob an Regie und Schnitt, in die sich Komponist Redeker und Scriptmann Balthasar v. Weymarn erfolgreich teilen - ein Team, das klasse funktioniert und harmoniert.
Das SciFi-Spektakel ist auf einer CD untergebracht, die mit 78 Minuten prall gefüllt ist - und man will auch absolut keine Minute missen! Im Begleitbooklet gibt es dieses Mal eine Zusammenfassung von Teil 1, Infos zur Delta VII und zu einigen der Hauptpersonen sowie ein paar Backgrounds zum Mark-Brandis-Universum nachzulesen. Sprecherliste und Tracks (mit Titeln) finden sich auf der Rückseite.
Fazit: Um mit einem - leicht abgewandelten - Brandis-Zitat zu schließen: Das kommt nach der starken 1. Folge nicht überraschend! Eine klasse Produktion mit dichter Atmo und atemberaubend hoher Spannung - TOP-SciFi-Unterhaltung!
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Hörspiele.de (13. März 2008) Wow! Steinbachs Ausflug in die Serienwelt lohnt sich. Mit ''Mark Brandis'' haben sie eine wirkliche Rakete ins Rennen geschickt.
Mark Brandis soll eine heikle diplomatische Mission zum Mond fliegen. Doch die steht unter keinem guten Stern und wird zum Fiasko. Bei seiner Rückkehr zur Venus wird er von Feinden erwartet. Die Falle kann er allerdings erkennen und flieht zu einem Raumdock. Doch die Feinde scheinen überall zu sein. Hat er noch Freunde...?
Intelligente Science Fiction scheint es auf dem Hörspielmarkt nun verstärkt zu geben. Neben Takimo ist Mark Brandis hier der stärkste Vertreter der Kunst im Hörspielbereich. Unverbrauchte Stimmen und auch alte Bekannte werden im Hörspiel gut gepaart. Michael Lott kommt als Mark Brandis weitaus positiver rüber als in der ersten Folge. Eine tolle Rolle spricht TKKG-Erzähler Wolfgang Kaven im Hörspiel. In Nebenrolle zu hören sind Daniela Hoffmann und Wolf Frass. Dorothea Anna Hagena hat in dieser Folge einen zu kleinen Auftritt.
Die klassische Musik und die guten Geräusche lassen eine tolle Kulisse entstehen. Das Cover enttäuscht nach der tollen Folge 1 nicht. Da man die Sprecher auf die Rückseite der CD verbannt hat, hat man im 8-seitigen Booklet Platz für die Vorstellung der wichtigsten Personen, eine Zeichnung der Delta VII und vieles mehr. Super!
Fazit: Starke Folge 2 der Serie, die in schnelleren Zyklen erscheinen sollte. Steinbach würde gut daran tun, vier Folgen pro Jahr erscheinen zu lassen.
CHRizzz Morgenroth
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Hörspielhölle (13. März 2008): Mark Brandis und die Delta VII sind wieder on tour und auch die zweite Folge bietet wieder eine gute Mixtur aus Space Opera, Action, Spionage und Politik, aber nie auf stumpfes Geballer ausgerichtet. Alle Bereiche werden wohldosiert behandelt, die Zusammenstellung ist ausgewogen, das Tempo gut und der Inhalt durchweg interessant und spannend. Mark Brandis dürfte storytechnisch mit eine der stärksten SF-Serien sein, die es momentan im Hörspielsektor gibt. Das Niveau bleibt weiterhin sehr hoch, der Level des Auftakts kann gehalten werden, die Geschichte bietet einige packende Momente, und die Bearbeitung von Balthasar von Weymarn ist genau richtig.
Die Besetzung ist ebenfalls stark, doch im Gegensatz zu manch anderer Produktion verlässt man sich hier nicht einfach auf die dicksten Namen aus dem Synchronbereich, sondern man versucht einen Mittelweg zu finden, was auch geglückt ist. Gestandene Schauspieler und Sprecher aus Hörspiel und Synchron treten hier auf und die Leistungen stimmen einfach durch und durch. Ob es nun ein Michael Lott als Cmdr. Mark Brandis oder ein Leon Boden als Prof. Westhoff ist, hier findet sich jeder wunderbar zurecht, keine Rolle kommt falsch rüber, da stimmt es einfach, was natürlich auch an der Regie von Redeker und von Weymarn liegt. Da kauft man auch einem Robert Vogel die Rolle des kauzigen Sven Björnsen ab, auch wenn er gewöhnungsbedürftig klingt. Mit bekannteren Namen wird dennoch nicht gegeizt, Wolf Frass, Wolfgang Kaven, Daniela Hoffmann und weitere mischen mit, doch was wirklich zählt ist die Qualität und die ist einfach sehr gut. Im Bereich der Untermalung und des Sounddesigns hat mich diese Folge am meisten überzeugt. [...] Ob es nun im All zur Sache geht oder auf einem Planeten, die Stimmung ist immer genau richtig, es kommt eine plastische Atmosphäre auf und die Hörerschaft sollte kein Problem damit haben, sich involviert zu fühlen. Auch in dieser Abteilung zeigt das Team von Interplanar, was es auf dem Kasten hat. Fazit: Die zweite Folge ist mal ebenfalls ein richtiger Volltreffer, qualitativ nehmen sich die ersten beiden Abenteuer von Mark Brandis nicht wirklich etwas. Diese Serie ist richtig stark, intelligente Science Fiction mit einer ordentlichen Portion Utopie und für Genre-Fans ist diese Reihe ein Muss.
Patrick Holtheuer
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Phantastik-News (18. März 2008): [...] Wie auch in der ersten Episode überzeugt die Hörspielproduktion sowohl technisch, wie auch vom Spannungsbogen sowie der Qualität der eingesetzten Erzähler her. Dass dabei bekannte Vertreter der Szene wie Robert Vogel oder Mike Hillenbrand mit kleinen Rollen ebenso vertreten sind wie von Michalewskys Witwe Reinhild, zeigt die enge Verbundenheit der Macher mit dem Stoff. Die rasant erzählte Geschichte verläuft auf einem hohen erzählerischen Niveau und lässt einen, wie ein gutes Buch, in der erschaffenen Welt versinken. Effekte, Musik und Dramaturgie stimmen bei diesem Hörspiel wunderbar miteinander überein.
Wie auch schon die erste Episode ist „Verrat auf der Venus“ tatsächlich „Kino für die Ohren“ und kann jedem Fan gepflegter SF-Hörspiele nur wärmstens empfohlen werden. Angesichts der Tatsache, dass die Buchreihe über 30 Romane umfasste, können wir uns hoffentlich auf eine ebenso lange und qualitativ beständige Serie freuen.
Dirk van den Boom
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Corona-Magazin (19. März 2008): [...] „Verrat auf der Venus“ setzt die Mark Brandis-Reihe mehr als gekonnt fort und gehört in jedem CD-Player abgespielt. Selbst für die, die bislang dem Medium Hörbuch den Rücken zugewandt hatten, ist „Verrat auf der Venus“ ein richtig guter Grund mehr, sich endlich umzudrehen.
Großes Kino eben - für die Ohren.
Michael Kellen
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FFM-Rock (26. März 2008): [...] War Teil 1 noch als Geplänkel zu betrachten, geht es hier von Beginn an sofort zur Sache. Rasanz, Action, Spannung und somit 78 Minuten, die genau so schnell vergehen, wie die Delta VII fliegt. Wirklich tolle Sprecher peitschen die Story voran und überzeugen ohne Ausnahme. Am ehesten lässt sich die Serie mit diversen Maritim Hörspielen vergleichen, wobei Steinbach hier die Nase um mehrere Längen vorne hat. Wie bereits im ersten Teil erschafft man eine wirklich tolle, wenn auch teilweise recht düstere Atmosphäre. Die FX sind noch besser (vom üblichen Schiffsgepiepe einmal abgesehen), noch plastischer geworden. Der Hörer erhält den Eindruck, mitten im Geschehen vor Ort dabei zu sein. Wieder einmal kann mich der klassische Soundtrack voll überzegen. Markant, passend, einfach gut. Mark Brandis ist in diesem Genre nach wie vor einmalig, einzigartig und mit kaum etwas auf dem Hörspielmarkt wirklich zu vergleichen. Die Serie bewegt sich mit „Verrat auf der Venus“ auf einem verdammt hohen Niveau. „Verrat auf der Venus“ überflügelt den Vorgänger um Längen und dürfte somit den Namen Mark Brandis endgültig auf dem Hörspielmarkt etablieren.
Martin Bothmann
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Audiobooks.at (26. März 2008): Nach fast einem Jahr Wartezeit ist nun endlich der zweite Teil der Sci-Fi-Hörspiel-Serie Mark Brandis im Verlag Steinbach Sprechende Bücher erschienen. Im passenden Ambiente eines Planetariums wurde der zweite Teil der Serie während der Leipziger Buchmesse dem gespannten Publikum präsentiert. Und das lange Warten hat sich gelohnt, denn es erwartet den Zuhörer eine packende Science Fiction Story der 70er in zeitgemäßer Aufmachung mit passender Geräuschkulisse und orchestraler Musik. [...] Zu hören sind neben den bewährten Stimmen aus dem ersten Teil auch Gäste aus der Hörspielszene. Einen wahrlich kurzen Auftritt hat Daniela Hoffmann, die deutsche Stimme von Julia Roberts, die gleich in der ersten Szene ihr Leben lassen muß. Als Mark Brandis ist wieder Michael Lott zu hören.
Wer Science Fiction mag, der bekommt mit Mark Brandis ein Hörspiel auf hohem Niveau; man sollte aber auf jeden Fall mit Teil 1 beginnen. Und auf den nächsten Teil darf man sich auch schon freuen, denn der soll im Herbst folgen.
Monika Röth
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Terracom / Rattus Libri (April 2008): [...] Wie auch schon in „Bordbuch Delta VII” überzeugt eine ausgewogene Mischung aus Erzählung, Musik und Dialogen. Die Figuren werden ebenso wie die Hintergründe vor dem inneren Auge des Zuhörers lebendig, die Melodien untermalen den Film im Kopf, wenn das Raumschiff in Kämpfe verwickelt wird, irgendwo landet und andockt. Und die Geschichte hat es auch in sich, denn die Dinge, die dort angesprochen werden, sind nicht nur Vergangenheit. Totalitäre Regime gibt es auch heute noch genug, und selbst in Demokratien sind die Manipulation von Nachrichten und Medien, die Verfolgung und Ausgrenzung von Kritikern normal. Vielleicht kann das Hörspiel nicht so in die Tiefe gehen wie ein Buch, es erzeugt aber durch seine Unmittelbarkeit eine eindringliche und berührende Atmosphäre. Die Sprecher setzen die Gefühle der Charaktere lebendig um. Man spürt förmlich ihre Sorge und Verzweiflung, die aufkeimende Hoffnung und die Momente der Mutlosigkeit, wenn alles verloren scheint. Und nicht zuletzt jagt der triefende Sadismus in der Stimme von Feinden wie Kommissar Malamud einen Schauer über den Rücken und geht unter die Haut. Zusammen mit den Soundeffekten und der klug eingesetzten Musik zeugen sie von der hohen Qualität des Hörspiels. Das macht auch „Verrat auf der Venus” zu einem sehr ausgereiften und intensiven SF-Hörspiel. Es spricht durch seine spannende Geschichte Jung und Alt gleichermaßen an und macht Lust auf eine baldige Fortsetzung.
Christel Scheja
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Fantasyguide (April 2008): [...] Die Umsetzung der Vorlage kann als vollauf gelungen bezeichnet werden. Mit einer Spieldauer von etwa 76 Minuten ist der kleine Silberling im wahrsten Sinne des Wortes bis an den Rand vollgestopft, wobei sich alle wichtigen Elemente der Buchvorlage im Hörspiel wiederfinden. Zwar wird der Mark-Brandis-Fan einige Unterschiede zwischen Roman und Hörfassung finden, aber eine wortgetreue Übertragung auf nur eine CD ist eben nicht möglich und vielleicht auch gar nicht wünschenswert. Denn das Hörspiel punktet, indem es die Stärken des Mediums ausnutzt. Die Sprecherrollen sind - vom nachdenklichen Helden Mark Brandis, den Michael Lott hervorragend spricht, bis zur kleinsten Rolle, wie dem fiesen Kommissar Malamud, den Michael Westphal herrlich gemein intoniert - so gut besetzt, dass man die Verantwortlichen für das Voicecasting nur beglückwünschen kann. Sounddesign und Musik, die schon in Teil eins überzeugen konnten, zeigen sich noch einmal verbessert. Die Synthesizerklänge von Jochim-C. Redeker sorgen in Verbindung mit den schön gestalteten Soundeffekten für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Der Actiongehalt hat gegenüber dem ersten Teil zugenommen. Trotzdem bleibt die eigentliche Geschichte deshalb nicht auf der Strecke. Auch beim Spannungsniveau liegt “Verrat auf der Venus“ vorne. Dafür sorgen viele kleine Spannungsbögen, überraschende Wendungen und ein Cliffhanger am Ende des Hörspiels, der jeden Fan sehnsüchtig auf den dritten Teil der Reihe warten lässt. Lobend soll außerdem noch das kleine aber feine Booklet erwähnt werden, dass nicht nur Kurzbeschreibungen zu einigen wichtigen Personen sowie eine Rekapitulation der bisherigen Handlung enthält, sondern auch über die Venus-Kolonie und den Aufbau des Raumschiffs Delta VII informiert.
Kritisieren kann man am vorliegenden Hörspiel allenfalls Kleinigkeiten. So ist es nicht unbedingt überzeugend, dass sich die Delta VII, die nicht einmal mit Schilden oder Defensivwaffen ausgerüstet ist, sich relativ einfach gegen ein Dutzend feindlicher Kriegsschiffe durchsetzen kann. Einen kleinen inhaltlichen Fauxpas im Manuskript zeigt sich in einer Äußerung von Mark Brandis, wenn er den Tod des dritten guten Mannes innerhalb weniger Tage beklagt. Eine der getöteten Personen war nämlich eine Frau. Aber das lässt sich ebenso verschmerzen, wie der wohl einzige Kritikpunkt bei den ansonsten vollauf überzeugenden Soundeffekten: Hier klingen nämlich die Laserwaffen eher wie Maschinengewehre.
Fazit: Insgesamt kann also auch “Verrat auf der Venus“ auf ganzer Linie überzeugen und gegenüber dem ersten Teil der Reihe “Mark Brandis“ sogar qualitätsmäßig noch eine Lichtsekunde zulegen. Obwohl die Romanvorlage schon mehr als drei Jahrzehnte alt ist, wirkt die Handlung doch kein bisschen angestaubt. Deswegen kann nicht nur jedem Fan der Romanreihe “Weltraumpartisanen“ - die übrigens ab Oktober 2008 neu aufgelegt werden wird - sondern auch jedem anderen Science-Fiction-Fan das Hörspiel ohne Einschränkungen empfohlen werden. Allerdings ist es ratsam, zunächst den ersten Teil “Bordbuch Delta VII“ zu hören. Bleibt zu hoffen, dass die Fans sich bis zum Erscheinen von Unternehmen Delfin, dem dritten Teil der Weltraumsaga, nicht wieder so lange gedulden müssen.
Ingo Gatzer
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Magazin NAUTILUS (#51 S. 40, Juni 2008): [...] Das tadellos umgesetzte Hörspiel bietet dem Hörer eine furiose Fahrt durch den von Eroberungs- und Verteidigungskriegen geschüttelten Weltraum der Zukunft. Die vogelfreie Besatzung der Delta VII jagt von einem Ort zum anderen; Langeweile kann bei der dicht an dicht gepackten Handlung niemals aufkommen. Auch zeigt »Verrat auf der Venus«, dass es für große Spannung bei Raumkämpfen nicht nötig ist, die ganze Zeit Geballer, Flugrauschen und Explosionen zu hören. Schon die aufgeregten Befehle und Statusberichte der Delta-Besatzung auf der Brücke lassen uns gnadenlos mitfiebern...
Jürgen Pirner
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Re-Flexion-Kult, August 2008: [...] Gleich zu Beginn befindet man sich mitten im Geschehen. Allerdings werden in die ersten Sequenzen immer wieder Schlüsselinformationen aus der Auftaktfolge eingebracht, so dass der Einstieg für Serienneulinge auch nicht sonderlich schwer fällt. Sowohl auf politischer als auch auf privater, emotionaler Ebene wird das Team um den Commander der Delta VII, Mark Brandis, mit diversen Herausforderungen und damit verbundenen Hinterhalten und Gefahren konfrontiert, die so manches Mal ausweglos erscheinen. In den knapp 80 Minuten werden seitens der Produktionsmannschaft viele Informationen untergebracht. Allerdings geschieht dies auf geschickte und durchdachte Weise, so dass der Hörer nicht damit überfrachtet und somit auch überfordert wird: Ähnlich wie bereits beim ersten Teil der "Mark Brandis" Serie werden die einzelnen Handlungssequenzen mit hervorragenden Geräuschen unterlegt und so kommt von der ersten Sekunde an uneingeschränkte Science - Fiction, sprich futuristische Weltraumstimmung auf. Michael Lott macht hier einmal mehr deutlich, dass er für die Besetzung des Serienhelden genau die richtige Wahl ist und liefert eine klasse Leistung ab. Aber auch Holger Umbreit als sein Zwangvertrauter Captain Robert Monnier ist bestens gewählt. Die zwiespältigen Dialoge der beiden, stets von unterschiedlichen Meinungen bezüglich jeweiliger Situationen, sind ein weiterer belebender Aspekt dieses Tonträgers. Bezogen auf die Sprecher muss man sagen, dass Interplanar den Spagat zwischen erfahrenen und bislang unbekannten Akteuren erneut verdammt gut gemeistert hat. Kein einziger Sprecher fällt qualitativ ab und ein(e) jede(r) scheint in seiner/ihrer Rolle aufzugehen. Wenn die Serie diese Qualität - sowohl auf inhaltlicher als auch auf umsetzender Ebene halten kann, dann steht den Science-Fiction Hörspielfans noch Großes bevor.
Ingo Möller
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